Richterin in Düsseldorf wusste nicht, dass "Macho-Manne" im Simonshöfchen sitzt.

 Wuppertal. Eigentlich sollte gestern einem mutmaßlichen Heiratsschwindler in Düsseldorf der Prozess wegen mehrfachen Betrugs gemacht werden. Bundesweit sollen mehrere Frauen Anzeige gegen den 44-Jährigen vom Bodensee erstattet haben. Doch der als "Macho-Manne" auch in Wuppertal bekannt gewordene Angeklagte erschien nicht.
Das Gericht hatte ihn zwar ordnungsgemäß geladen - allerdings unter seiner Privatanschrift. Nicht bekannt war in der Landehauptstadt, dass der Kfz-Mechaniker mittlerweile in der JVA Simonshöfchen "wohnt". Wie berichtet, war "Macho-Manne" vor neun Tagen in Wuppertal verhaftet worden. Er war seiner Berufungsverhandlung in Wuppertal Anfang August ferngeblieben. Seinerzeit sollte über die Verurteilung wegen mehrfachen Betrugs und Diebstahls (Strafmaß: ein Jahr ohne Bewährung) neu verhandelt werden.

Der Prozess in Düsseldorf soll jetzt am 20. Januar 2010 stattfinden. Die geplatzte Berufungsverhandlung im Wuppertaler Fall ist noch nicht neu terminiert. In dem Wuppertaler Verfahren will "Macho-Manne"-Verteidiger Tim Geißler erklären, warum sein Mandant dem Termin Anfang August fernblieb. spa

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer