Neun Bewerber sind im Rennen. Streit der Stadt mit früherem Pächter ist noch nicht beendet.

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Die Waldschenke soll ab den Osterferien wieder geöffnet sein. Auf den neuen Pächter wartet viel Arbeit.

Die Waldschenke soll ab den Osterferien wieder geöffnet sein. Auf den neuen Pächter wartet viel Arbeit.

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Die Waldschenke soll ab den Osterferien wieder geöffnet sein. Auf den neuen Pächter wartet viel Arbeit.

Wuppertal. Die Entscheidung über einen neuen Pächter für die Gastronomie im Zoo soll noch im Januar fallen, kündigt die Stadtverwaltung an. Bis zu den Osterferien soll der neue Pächter die Waldschänke am Kinderspielplatz im Zoo wieder flott machen. Zurzeit gibt es für die Zoobesucher bis auf heiße Getränke an der Zootruhe im Eingangsbereich keinerlei gastronomische Angebote. Zur Überbrückung wird der Zooverein ab dem 1. Februar den Kiosk am Blumen-Rondell öffnen und Getränke und Snacks anbieten. Auch der Zooverein sucht derzeit einen Pächter.

Auch defekte Geräte wurden hinterlassen

„Neun Bewerber haben sich die Örtlichkeiten im Bereich der Waldschänke angesehen“, berichtet Stadtsprecherin Kathrin Petersen. Die Waldschenke hatte der frühere Pächter nach Aussage der Stadt im Herbst in einem desolaten Zustand hinterlassen. Die Stadt beauftragte den Pächter, die Mängel zu beseitigen, was bisher nicht geschehen sei. So seien zum Beispiel nicht nur altes Bratenfett zurückgelassen worden, sondern auch defekte Geräte. Die Stadt behält sich juristische Schritte vor.

„In dieser Woche müssen die neun Bewerber erklären, ob sie ihr Interesse aufrechterhalten“, erklärt Kathrin Petersen das weitere Vorgehen. Sei dann ein Kandidat ausgewählt, stehe ihm frei, neben der Waldschänke auch mobile Verkaufsstände einzusetzen. „Verzichtet er auf diese Option, dann werden wir die mobile Gastronomie an einen anderen Anbieter vergeben. Einen Konkurrenzschutz wie bisher gibt es für den künftigen Pächter nicht mehr“, sagt Kathrin Petersen.

Mit der Waldschänke will die Stadt einen ersten Schritt unternehmen, um die Gastronomie auf das gewünschte Niveau zu bringen und für Zoobesucher, die sich länger auf der Anlage aufhalten, die Mindestversorgung zu garantieren. Von den in anderen Zoologischen Gärten üblichen Standards ist man aber auch nach der Wiedereröffnung der Waldschänke noch weit entfernt. Weitere Investitionen sollen folgen. So wird zum Beispiel über einen neuen Gastronomiebereich in der Nähe des Elefantenhauses, einem der Anziehungspunkte im Zoo, nachgedacht. Dafür gibt es aber noch keine konkreten Pläne.

Der langjährige Streit mit dem bisherigen Pächter der Zoo-Gastronomie hat die Stadt viel Geld gekostet. Auf rund eine Million Euro pro Jahr bezifferte der frühere Zoodirektor Ulrich Schürer die Summe der entgangenen Einnahmen. Das gastronomische Angebot des Wuppertaler Zoos galt über viele Jahre als unterdurchschnittlich und schreckte viele Besucher ab. Erst per Räumungsklage schaffte die Stadt es im vergangenen Herbst, sich von dem Pächter zu trennen.

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