Wirtschaft Die Straße gewinnt durch den Döppersberg-Umbau an Bedeutung. Schon jetzt wächst die Attraktivität.

Wall IG Elberfeld mit Ulli Hoeck
Beispiel für eine gelungene Sanierung: Haus Fahrenkamp.

Beispiel für eine gelungene Sanierung: Haus Fahrenkamp.

Fischer, A. (f22)

Beispiel für eine gelungene Sanierung: Haus Fahrenkamp.

Wuppertal. Er war einst eine der wichtigsten Straßen Wuppertals und eine elegante Einkaufsmeile: Der Wall hat seither viel von seinem Glanz verloren. Doch parallel mit dem Umbau des Döppersbergs soll er wieder an Bedeutung gewinnen.

Derzeit prägen die Baugerüste und das Gedränge an den Bushaltestellen die Straße. Aber wer an den Fassaden hinaufblickt, kann sehen, dass sich hier in den vergangenen Jahren schon einiges getan hat. Die Jugendstil-Fassade des Fritzsche-Hauses ist renoviert, das Haus Fahrenkamp mit der Fassade aus der Bauhaus-Zeit erstrahlt im neuen Glanz.

Jetzt wurde der Grundstein gelegt für den Neubau auf der Fläche des einstigen Kaufhauses Koch am Wall. „Wenn auch das Rinke-Haus gegenüber eine renovierte Fassade hat, haben wir ein Top-Eingangstor in die Innenstadt“, sagt der Chef der Wirtschaftsförderung, Rolf Volmerig. Er sieht großes Potenzial in der Straße. Für weitere Gebäude liefen Gespräche. Er ist überzeugt, dass mit der Zeit immer mehr Eigentümer motiviert werden, ihre Immobilien zu sanieren.

Große Hoffnung setzt er auf die Gründung einer Immobilien-Standort-Gemeinschaft (ISG). Bei einem solchen gesetzlich geregelten Zusammenschluss werde Geld in einen Topf geworfen. Und wenn 75 Prozent der Eigentümer für eine Maßnahme seien, müssten sich auch die restlichen 25 Prozent beteiligen. In Barmen habe die ISG bereits viel Positives erreicht.

Bald zieht Kunst ins Rinke-Haus

Schon jetzt habe sich der Wert der Lage verändert, da durch die Baustelle mehr Menschen hier entlang gingen. Er erwarte, dass bald ein Geschäft ins Erdgeschoss des Rinke-Hauses einzieht. Feststehe bereits, dass eine Kunst-Initiative die Räume vorübergehend nutzen wird.

Weitere Veränderungen seien nach Ende der Baustelle zu erwarten. Dann müsse die stark abgenutzte Straße erneuert werden. „Bei guter Abstimmung zwischen Stadt und privaten Investoren“ könne dann die Attraktivität erneut gesteigert werden. Seine Vision ist „ein attraktives Eingangstor zur Stadt mit neuer Straße, neuen Bürgersteigen und vielen Geschäften auf beiden Seiten“. Der Wall werde sich nach allen Umbauten von einer 1c- wieder zu einer 1b-Lage entwickelt haben.

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