Ursache für Ausfall am Dienstagabend ist gefunden.

Anderthalb Jahre neue Züge: Viel Lob gab es nach der Einführung aber auch etliche Fehler und Pannen.
Bisher sind 13 der 31 neuen Schwebebahnen in Wuppertal, die übrigen 18 werden nach und nach in Betrieb genommen.

Bisher sind 13 der 31 neuen Schwebebahnen in Wuppertal, die übrigen 18 werden nach und nach in Betrieb genommen.

Stefan Fries

Bisher sind 13 der 31 neuen Schwebebahnen in Wuppertal, die übrigen 18 werden nach und nach in Betrieb genommen.

Die Lieferung der neuen Schwebebahngeneration GTW 14, die nach der Gerüstberührung im Mai 2017 unterbrochen worden war, kann wieder aufgenommen werden. Das berichtet WSW-Sprecher Holger Stephan. Die Technische Aufsicht habe am Mittwoch eine neue Betriebsgenehmigung für die Schwebebahn erlassen. „Auf dieser Basis können wir nun die neuen Bahnen auf die Schiene hängen“, so der Geschäftsführer der WSW mobil, Ulrich Jaeger. Bisher sind 13 der 31 neuen Schwebebahnen in Wuppertal, die übrigen 18 werden nach und nach in Betrieb genommen.

Die Bahnen werden per Lkw angeliefert und in der Schwebebahnwerkstatt Vohwinkel in das Schwebebahngerüst gehängt. Verbunden mit der neuen Betriebsgenehmigung ist eine Einschränkung der Fahrgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern auf Tempo 30. „Dies ist jedoch nur eine vorübergehende Tempobeschränkung, die zeitnah wieder aufgehoben werden kann“, so Jaeger.

Vorher jedoch muss ein mechanisches Bauteil am Drehgestell umgebaut werden. Das Bauteil könnte in seiner derzeitigen Ausführung unter theoretisch denkbaren Extremsituationen das Gerüst berühren. „Nach dem Tausch der Bauteile fahren wir wieder im gewohnten Takt“, so Jaeger.

Ursache für Ausfall am Dienstag ist gefunden

Die Ursache für den zweistündigen Schwebebahnausfall am Dienstagabend ist derweil gefunden. Wie die WSW mitteilten, waren die hohen Temperaturen Schuld daran, dass auf der Schwebebahnstrecke keine Signale mehr geschaltet werden konnten. „Die Technik hat die Hitze nicht so gut vertragen“, sagt Holger Stephan. Eine Sicherung flog heraus, was vom zuständigen Techniker zunächst übersehen wurde. So dauerte die Fehlerbehebung von etwa 19 bis 21 Uhr.

WSW-Sprecher Stephan erinnert daran, dass das Betriebssystem der Schwebebahn aus dem Jahr 1962 stammt. Eine neue Anlage könne aber erst an den Start gehen, wenn alle alten Bahnen gegen die 31 Wagen der neuen Modellreihe ausgetauscht worden sind. Dann können die WSW auf eine höhere Leistung umstellen, so dass die Wagen künftig mit 60 Stundenkilometern unterwegs sein können. Dafür muss aber erst die Ursache für den Zwischenfall vom 19. Mai 2017 gefunden werden, als eine neue Schwebebahn das Gerüst touchierte. neuk/Red

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