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Wuppertal. Die Meldung hatte für Aufsehen gesorgt: Der Fahrer einer Wuppertaler Zeitarbeitsfirma sollte für einen Stundenlohn von 2,71 Euro arbeiten - und lehnte ab, nachdem er die Gewerkschaft Verdi eingeschaltet hatte. Die wiederum erstattete wegen des Vorwurfs Lohnwucher Strafanzeige bei der Wuppertaler Staatsanwalt - und unterlag, weil die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einstellte. Dagegen wiederum legte Verdi Beschwerde ein und kassiert nun die zweite Niederlage.

Die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft hat die Beschwerde zurückgewiesen. Begründung: Erstens hatte die Firma einen Stundenlohn für 4,80 Euro ausgezahlt, und das sei kein Lohnwucher. Zweitens: Das Angebot von 2,71 Euro habe der Fahrer ja nicht angenommen, deswegen sei ein strafrechtlicher Vorwurf nicht zu begründen. Aber: Hätte er es angenommen, sei die Grenze zum Lohnwucher überschritten gewesen, argumentiert die Generalstaatsanwaltschaft. Red

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