Anna Lenker ist seit dem 1. September als Pädagogische Leiterin der Bergischen Volkshochschule Solingen und Wuppertal im Amt.

Anna Lenker startet mit großem Engagement in ihre neue Aufgabe als Pädagogische Leiterin der Bergischen Volkshochschule.
Anna Lenker startet mit großem Engagement in ihre neue Aufgabe als Pädagogische Leiterin der Bergischen Volkshochschule.

Anna Lenker startet mit großem Engagement in ihre neue Aufgabe als Pädagogische Leiterin der Bergischen Volkshochschule.

MWS

Anna Lenker startet mit großem Engagement in ihre neue Aufgabe als Pädagogische Leiterin der Bergischen Volkshochschule.

Wuppertal. Sie weiß – aus eigener Erfahrung – wie wichtig Bildung ist. Und deshalb will sie diese möglichst vielen unterschiedlichen Menschen ermöglichen. Weshalb Anna Lenker fast zwangsläufig bei der Volkshochschule (VHS) landen musste. Seit September ist sie die Pädagogische Leiterin der Bergischen VHS, zuständig für Wuppertal und Solingen.

31 Jahre jung ist die Tochter deutsch-griechischer Eltern, weshalb sie eigentlich auch Anna Lenker-Koukounarakis heißt. Was „kleiner Tannenzapfen“ bedeutet, aber für deutsche Zungen nicht gerade leicht auszusprechen ist. Deshalb unterschreibt die studierte Pädagogin und Germanistin kurz und bündig mit Lenker. Gleichwohl ist sie in Griechenland und in Deutschland verwurzelt, beherrscht beide Sprachen bestens und hat natürlich auch ein Faible für Sprachen.

Der Bildung wegen von Griechenland nach Deutschland

Anna Koukounarakis wird in Düsseldorf geboren, wächst mit zwei jüngeren Geschwistern auf Kreta auf, wo ihre Eltern ein Unternehmen in der Tourismusbranche führen. Weil diese ihr viele Bildungsmöglichkeiten eröffnen wollen, verlässt die 16-jährige Anna das Elternhaus, um im Norden der Insel ihr Abitur zu machen und geht nach einem Pädagogikstudium in Thessaloniki 2008 nach Deutschland. „Ich wollte weiterkommen“, erinnert sie sich. In Düsseldorf studiert sie Germanistik, macht dort 2010 ihren Master, promoviert aktuell im Bereich „neue deutsche Literaturwissenschaften“.

Den ursprünglichen Wunsch, an der Uni zu lehren, verwirft sie zugunsten der „interessanteren Aufgabe, viele, Menschen, die bisher zu wenig von Bildung profitieren, in Bildung zu bringen“. Und weil sie während des Studiums in einer Personalmanagementfirma den Bereich Schulung leitet und die Bergische VHS eine „Fachbereichsleitung für Englisch und seltener unterrichtete Sprachen“ (wozu auch Griechisch zählt) ausschreibt, bewirbt sie sich und startet 2011 ihre Karriere in der Erwachsenenbildung.

Mit dem Team zusammen will sie Großes schaffen

Ihr berufliches Fortkommen erhält im Frühjahr aus traurigem Anlass einen weiteren Schub. Monika Biskoping, Pädagogische Leiterin der Bergischen VHS, die Anna Lenker eingestellt hatte und der sie sich eng verbunden fühlt, stirbt unerwartet. Die junge Frau bewirbt sich, denn sie würde gerne „die Idee, was für Menschen zu tun, vom sprachlichen Bereich aufs große Ganze ausdehnen“. Ende März wird sie von der Zweckverbandsversammlung zur Nachfolgerin von Biskoping bestellt, seit 1. September ist sie im Amt. In der Zwischenzeit hat sich die Mutter einer kleinen Tochter auf die neue Aufgabe vorbereitet. „Gut organisiert, belastbar und mit Humor“ tritt sie an und sagt nach wenigen Tagen begeistert: „Es macht mir richtig viel Spaß.“

Über 70 feste Mitarbeiter hat die VHS, circa 35 000 bis 36 000 Teilnehmer besuchen die 3500 bis 4000 Kurse und Einzelveranstaltungen im Jahr. Lenker zur Seite steht der Kaufmännische Leiter der VHS, Udo Bente, sowie „ein motiviertes und sehr verlässliches Team, das mich von Anfang an unterstützt hat“. Von Hierarchien hält Lenker nichts: „Mir geht es darum, das Team mitzunehmen, seine Ziele zu meinen zu machen und zu einem Großen zu bündeln.“ Skepsis wegen ihres jungen Alters habe sie dagegen weder im Haus noch in der Stadt erlebt. Und was hat die neue Leiterin vor? „Ich will die VHS im Herzen der Städte verankern und zugleich überregional erstrahlen lassen.“

Zu diesem Zweck will sie auch Menschen anlocken, die bislang mit der VHS noch nichts anfangen konnten. Sie will Menschen unter 40 Jahren gewinnen, denen die Einrichtung bislang zu verstaubt oder zu zeitaufwendig erschien. Sie will bildungsferne Schichten ansprechen, für diese neue Angebote ausprobieren, ohne auf Bewährtes zu verzichten. „Wir wollen zeitgemäß sein und bleiben, mehrere Generationen vereinen, ein Haus des gesellschaftlichen, live und miteinander Lernens sein.“

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