Nicola Cohnen löst Georg Besser als Schuldirektorin ab.

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An der Spitze des Berufkollegs in Elberfeld: Oberstudiendirektorin Nicola Cohnen und ihr Stellvertreter Studiendirektor Michael Obst.

An der Spitze des Berufkollegs in Elberfeld: Oberstudiendirektorin Nicola Cohnen und ihr Stellvertreter Studiendirektor Michael Obst.

Andreas Fischer

An der Spitze des Berufkollegs in Elberfeld: Oberstudiendirektorin Nicola Cohnen und ihr Stellvertreter Studiendirektor Michael Obst.

Elberfeld. Wenn Nicola Cohnen morgens um 7.30 Uhr mit der Aktentasche unterm Arm das Eingangsportal betritt, kann sie es immer noch nicht fassen: Die 40-jährige Oberstudiendirektorin aus Cronenberg ist die neue Schulleiterin des Berufkollegs Elberfeld an der Bundesallee 222. Aber es stimmt: Sie tritt die Nachfolge von Schulleiter Georg Besser, der vor den Ferien nach 18 Jahren Schuldienst am Berufskolleg in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Das Berufskolleg Elberfeld als Wirtschaftsfaktor Wuppertals

Beim Pressegespräch schwingt Freude wie auch Stolz in Cohnens Stimme mit: "Es ist ein schönes Gefühl, dass ich ausgerechnet Direktorin an dieser Schule geworden bin." Dort, wo sie schon vor Jahren als Lehrerin anfing. Unüblich, denn laut Schulgesetz sollen potenzielle Kandidaten für einen Schulleiter-Posten nicht "aus dem eigenen Hause" kommen, sondern an mehreren Bildungseinrichtungen unterrichtet haben. Glück hatte die Wirtschaftswissenschaftlerin, dass sie ihre Lehrtätigkeit am Studienseminar Solingen/Remscheid geltend machen konnte. "Die Arbeit hier macht Freude, weil das Zwischenmenschliche stimmt", sagt Cohnen. Sie selbst sieht sich als Teamplayerin. Diese Erfahrung hat sie auch bei ihrem Hobby, dem Feldhockey, gemacht.

Ihren neuen Posten tritt sie als Visionärin mit einer prallen Agenda an. Neben einer Sozialarbeiter-Stelle will sie ein "verbessertes Miteinander" schaffen und die in ihren Augen gute Unterrichtsqualität wahren. Auch den Bekanntheitsgrad der Bildungseinrichtung Berufskolleg will sie im Bewusstsein der Bürger verankern. Immerhin: Gemessen an der Zahl von 2250 Schülern ist das Berufskolleg nach der Bergischen Uni die zweitgrößte Bildungseinrichtung in Wuppertal. In ihr gilt es, 17 verschiedene Bildungsgänge - von der qualifizierenden Mittleren Reife bis zum Wirtschaftsabitur und der Weiterbildung von Erwachsenen - zu koordinieren. Zwei Drittel aller Schüler absolvieren den schulischen Teil einer dualen Ausbildung im Elberfelder Berufskolleg. Von der Arzthelferin, bis zur Rechtsanwaltsgehilfin und dem Bankangestellten sind viele Sparten vertreten.

Dafür ist das Berufskolleg auch mit der IHK, der Ärztekammer, und weiteren Kammern vernetzt. "Wir sind ein Wirtschaftsfaktor der Stadt", sagt Cohnen, deren Fachgebiet der Einzelhandel ist.

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