Fachabteilung behandelt ambulant und künftig bis zu 70 Patienten stationär.

Bei Eingriffen mit dem Herzkatheter beobachten die Mediziner ihre Arbeit am Bildschirm.
Bei Eingriffen mit dem Herzkatheter beobachten die Mediziner ihre Arbeit am Bildschirm.

Bei Eingriffen mit dem Herzkatheter beobachten die Mediziner ihre Arbeit am Bildschirm.

Tim Friesenhagen/Petrus-Krankenhaus

Bei Eingriffen mit dem Herzkatheter beobachten die Mediziner ihre Arbeit am Bildschirm.

Wuppertal. Als Geschäftsführer Michael Dohmann vor zwei Jahren ins Petrus-Krankenhaus kam, wurde ihm schnell klar: „Wir brauchen eine Kardiologie.“ Gerade als Haus, das sich die Versorgung alter Menschen auf die Fahnen geschrieben hat, brauche das Petrus-Krankenhaus eine Abteilung, die sich um Herz-Erkrankungen kümmert. Am 1. Januar hat die Fachabteilung für Kardiologie ihre Arbeit aufgenommen.

Mit Stolz präsentierte die Klinik den neuen Chefarzt Professor Dr. Nicolaus Reifart. Er hat bereits zwei Kardiologische Kliniken aufgebaut, freut sich auf die neue Aufgabe in Wuppertal. Und gilt als Koryphäe der Methode CTO, mit einem Katheter auch seit langem verstopfte Gefäße wieder zu öffnen.

Ausbildung von japanischem Spezialisten

„Diese Methode wurde in Japan entwickelt und wird in Europa und den USA erst wenig angewandt“, erläutert Professor Hartmut Gülker, ehemaliger Chefarzt des Herzzentrums am Arrenberg, der das Petrus-Krankenhaus beim Aufbau der Klinik beraten hat. Die Methode erspare vielen Patienten eine Operation. Es dauere zwei Jahre, bis ein Arzt sie beherrsche. Reifart hatte das Glück, die Feinheiten von einem japanischen Kollegen lernen zu können, mit dem er in Frankfurt zusammenarbeitete.

Zum Team werden ein weiterer Chefarzt sowie vier Oberärzte gehören. Die Mediziner werden alle Untersuchungen am Herz vornehmen, alle Herz- und Körperarterien öffnen können. Dank neuester Geräte werde man erreichen, dass sich nur wenige Patienten einem Eingriff unterziehen müssen. Für chirurgische Eingriffe kooperiert die Klinik mit dem Helios-Klinikum Wuppertal und dem Johannes-Hospital in Dortmund.

Zur guten Versorgung der Patienten trage auch die Gründung des Medizinischen Versorgungs-Zentrums (MVZ) Medi-Wtal mit zwei kardiologischen Praxen bei. Derzeit gehören zwanzig Betten zur Klinik, geplant ist, sie auf 70 Betten auszubauen. Dazu wird das Krankenhausgebäude einen weiteren Flügel erhalten. Die Eröffnung der Kardiologie gehört zu einem Ausbau-Programm für die beiden Häuser der Cellitinnen in Wuppertal. Insgesamt will der Klinikverbund in den nächsten drei Jahren 32 Millionen in das Petrus-Krankenhaus und das Krankenhaus St. Josef investieren.

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