Die Universität erhält im Herbst ein neues Windrad und zwei Photovoltaik-Anlagen.

Die Lichtstreifen an den Türmen – das Metalicht – machen die Uni weit übers Tal erkennbar.
Die Lichtstreifen an den Türmen – das Metalicht – machen die Uni weit übers Tal erkennbar.

Die Lichtstreifen an den Türmen – das Metalicht – machen die Uni weit übers Tal erkennbar.

Uwe Schinkel

Die Lichtstreifen an den Türmen – das Metalicht – machen die Uni weit übers Tal erkennbar.

Wuppertal. Zum 40. Geburtstag ging der Universität erst ein Licht auf, dann bekam sie auch noch Flügel. Doch während die Metalicht genannte Beleuchtung die Gebäude auf dem Grifflenberg seither wie gewünscht weithin sichtbar macht, liefern die zugehörigen Windräder lange nicht genug Strom. Jetzt wollen die Stadtwerke andere Energiequellen für grünen Strom installieren.

„Die jetzige Anlage funktioniert nicht gut“, zieht Frank Schwarz, Leiter Neue Technologien bei von den Stadtwerken (WSW), Bilanz nach zwei schwierigen Jahren. Die Windräder drehten sich viel zu selten, wurden zuletzt stillgelegt, weil es Rost an den Generatoren gab. Die WSW zogen einen Schlussstrich: „Im Sommer werden sie abgebaut“, kündigt Frank Schwarz an.

Die Herstellerfirma war noch vor Aufstellen der Windräder insolvent gegangen. Es fehlten Teile. Die Stadtwerke haben noch sechsstellige Forderungen an das Unternehmen. „Sie haben ein unausgereiftes Produkt auf den Markt gebracht, das hat nicht funktioniert“, sagt Frank Schwarz. Jetzt wollten die WSW ein ausgereiftes Modell einer anderen Firma aufstellen. Zudem sollen zwei Photovoltaik-Anlage Strom produzieren.

Etwa 8500 Kilowattstunden Strom brauch das Metalicht pro Jahr. Das entspricht etwa dem Verbrauch von zwei bis drei vierköpfigen Familien. Die Uni als Großabnehmer würde das 1700 Euro kosten.

Die Stadtwerke hatten aber die Lieferung grünen Stroms für das Metalicht zugesichert. Die ersten Windräder sollten ein Vielfaches des gebrauchten Stroms produzieren. Weil das nicht gelang, lieferten die WSW grünen Strom dazu. Mit den neuen Anlagen soll das nicht mehr nötig sein. Etwa 10 000 bis 11 000 Kilowattstunden sollen sie produzieren. Was das Metalicht nicht verbraucht, geht ins Netz der Uni.

Derzeit läuft die Feinabstimmung, im September oder Oktober sollen Windrad und Photovoltaikanlagen in Betrieb gehen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer