Schauspiel Wuppertal, Theater am Engelsgarten oder Hoftheater - das sind die Optionen, über die abgestimmt wird.

So soll die neue Spielstätte am Historischen Zentrum aussehen. Eröffnet wird sie im September.
So soll die neue Spielstätte am Historischen Zentrum aussehen. Eröffnet wird sie im September.

So soll die neue Spielstätte am Historischen Zentrum aussehen. Eröffnet wird sie im September.

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So soll die neue Spielstätte am Historischen Zentrum aussehen. Eröffnet wird sie im September.

Wuppertal. Die Aktion ist einmalig – und geht weiter. Denn damit hatte niemand in der Jury gerechnet: 717 Namensvorschläge haben WZ-Leser seit Dezember in der Redaktion eingereicht. Wie soll die neue Spielstätte der Wuppertaler Bühnen heißen? Eine Frage, die die Wuppertaler im besten Sinne beschäftigt hat.

Nun haben Theaterbesucher die finale Wahl: Sie können sich bis Ostern für ihren Favoriten entscheiden. Wer eine Vorstellung der Wuppertaler Bühnen besucht, soll ab der kommenden Woche eine Stimmkarte erhalten, auf der ein Kreuz gesetzt werden kann. Zur Auswahl stehen drei Vorschläge: Soll die Bühne auf den Namen „Theater am Engelsgarten“ getauft werden? Soll es ein „Hoftheater“ sein? Oder setzt sich der Name „Schauspiel Wuppertal“ durch?

Eigentlich sollte eine Findungskommission mit Vertretern aus Theater, Stadt, Politik, Historischem Zentrum, Designbeirat und WZ-Redaktion die Entscheidung fällen. Da die immense Resonanz jedoch beweist, wie sehr die Wuppertaler der Spielstätte entgegenfiebern und wie sehr sie sich schon jetzt mit ihr identifizieren, hat sich die Jury anders entschieden: Sie wählte die besten Ideen aus – und überlässt die Entscheidung den Theatergästen, für die die Bühne schließlich auch gebaut wird.

Wie berichtet, wird ein einstiges Depot des Historischen Zentrums – das in direkter Nähe zum Opernhaus liegt – bis September in ein Theater umgewandelt. Finanziert wird das 1,5 Millionen Euro teure Projekt ausschließlich durch Sponsorengelder.

Der Findungskommission, die jüngst tagte, gehörten an: Bühnen-Geschäftsführer Enno Schaarwächter, Günter Völker und Peter H. Vaupel (Theaterfreunde Wuppertal), Kulturdezernent Matthias Nocke, Rolf Köster (CDU, Vorsitzender des Kulturausschusses), Andreas Bialas (SPD-Landtagsabgeordneter), Schauspieler Thomas Braus (Ensemble-Sprecher), Eberhard Illner (Direktor des Historischen Zentrums), Dorothea Schwabe (1. Vorsitzende des Designbeirats Wuppertal) und WZ-Kulturredakteurin Martina Thöne.

Enno Schaarwächter lobte nach der Jurysitzung spontan zwei Extra-Gewinne aus. Einen Sonderpreis erhält Wilfried Schossow für seine „unglaublich kreative Einsendung“. Ein weiterer geht an Hans-Georg Gohlisch – keiner hat mehr Namen vorgeschlagen als er.

Die Bühne soll in erster Linie Heimat des Schauspiel-Ensembles werden. Es wird aber auch Aufführungen aus anderen Bereichen geben: Vorstellungen des Musiktheaters sind genauso denkbar wie Vorträge des Historischen Zentrums.

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