Vom Loher Bahnhof bis zum Bergischen Plateau werden bis zu acht Bänke aufgestellt.

Vom Loher Bahnhof bis zum Bergischen Plateau werden bis zu acht Bänke aufgestellt.
Karin Hunte (von vorne rechts), Laura Adam, Lutz Eßrich und Clara Utsch testeten auch die bestehenden Sitzgelegenheiten.

Karin Hunte (von vorne rechts), Laura Adam, Lutz Eßrich und Clara Utsch testeten auch die bestehenden Sitzgelegenheiten.

Anna Schwartz

Karin Hunte (von vorne rechts), Laura Adam, Lutz Eßrich und Clara Utsch testeten auch die bestehenden Sitzgelegenheiten.

Im vergangenen Jahr hatte Karin Hunte eine Idee. „Mir ist aufgefallen, dass es auf der Nordbahntrasse zwischen dem Altenpflegeheim Am Diek und dem Bahnhof Wichlinghausen kaum Sitzgelegenheiten gibt“, erzählt sie. Vor allem für ältere Leute, die auf der Trassenstrecke spazieren wollen, sei das kein schöner Zustand. Für sie stand fest: Es müssen neue Bänke her. Jetzt wurden dafür mögliche Standorte gesucht.

Beim Blick in die Zeitung stieß Karin Hunte auf einen Artikel über das Bürgerbudget, das die Stadt 2017 erstmals für Ideen aus der Bürgerschaft zur Verfügung gestellt hat. Die Idee dahinter: Alle Wuppertaler konnten Projektvorschläge einreichen und später darüber abstimmen.

„Durch die Finanzierung des Projekts ergibt sich die Möglichkeit, den bisherigen Bank-Bestand zu optimieren.“

LutzEßrich, stellvertretender Vorsitzender der Wuppertalbewegung

Auch Karin Hunte ging mit ihrem Projekt „Sitzbänke entlang der Nordbahntrasse“ an den Start und schaffte es bei der Abstimmung mit Platz vier unter die sechs Gewinnerideen. „Mir war wichtig, dass jeder Bürger etwas von diesem Projekt hat“, so Hunte.

Nachdem der Stadtrat im Dezember fünf der sechs Projektideen für den Haushaltplan bestätigte, ging es in die Planungsphase. Im Fall der Sitzbänke war unter anderem die Frage, wo diese aufgestellt werden sollen.

Dafür trafen sich am Donnerstag Karin Hunte, Lutz Eßrich von der Wuppertalbewegung sowie Laura Adam und Clara Utsch vom Team der Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement zu einem gemeinsamen Trassenspaziergang vom Loher Bahnhof zum Bergischen Plateau.

„Wir versuchen, die Vereine und Initiativen, die bereits vor Ort aktiv sind, mit ins Boot zu holen – und da ist die Wuppertalbewegung in Verbindung mit der Nordbahntrasse natürlich führend“, erklärte Adam. „Sie wissen am besten, wo Sitzbänke noch benötigt werden. Wir als Stadtverwaltung würden da allein nicht weiterkommen.“

Und Lutz Eßrich kam seiner Rolle als Trassenführer auch auf Anhieb nach und zeigte der kleinen Wandertruppe bei bestem Wetter, wo bereits Sitzgelegenheiten entstanden sind. „Zwischen Loh und Mirke sind wir mit Bänken sicherlich gut ausgestattet, da besteht kein Mangel“, sagte er und fügte hinzu: „Durch die Finanzierung des Projekts ergibt sich die Möglichkeit, den bisherigen Bestand zu optimieren.“

Insgesamt 10 000 Euro stehen für die Realisierung des Projekts zur Verfügung. Finanziert wird es durch eine Spende der „Gemeinschaftsstiftung für Wuppertal“. Mit dem Geld könne man bis zu acht Bänke installieren, so Eßrich. Außer auf dem Bergischen Plateau, wo mit drei bis vier Bänken geplant wird, sollen zwei in der Nähe des Loher Bahnhof sowie eine in Bracken aufgestellt werden.

Wie viele es letztlich werden, hängt laut Eßrich auch von der Größe der Bänke ab. „Eine Bank mit vier Sitzen kostet mit Montage rund 1700 Euro, eine mit drei Sitzen 1500 Euro“, erläuterte er. Am Loher Bahnhof ist zum Beispiel eine Dreier-Sitzbank geplant.

Der Fokus liegt jedoch auf dem Bergischen Plateau, wo die Kosten für die Bänke geringer ausfallen. „Das sind andere Modelle als auf der restlichen Nordbahntrasse“, sagt Eßrich. „Das liegt an der Bebauung am Bergischen Platteau. Die Bänke sind zwar auch aus Metall, aber viel leichter und dadurch günstiger.“ Sollte am Ende noch ein wenig Geld übrig bleiben, könnte das eventuell in weitere Projekte auf der Trasse gesteckt werden.

Am Ende hatte Eßrich noch einen Tipp parat: „Man sollte auf Tische verzichten. Die sind im Vergleich zu Bänken nicht nur teurer, sondern wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass die Menschen leider ihren Müll darauf hinterlassen.“

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