Zwei Millionen Euro hat die Station Natur und Umwelt in ihren Neubau an der Jägerhofstraße investiert. Eröffnung ist im Mai.

Holz und Glas dominieren den Neubau an der Jägerhofstraße, der im Mai feierlich eröffnet wird.
Holz und Glas dominieren den Neubau an der Jägerhofstraße, der im Mai feierlich eröffnet wird.

Holz und Glas dominieren den Neubau an der Jägerhofstraße, der im Mai feierlich eröffnet wird.

Andreas Fischer

Holz und Glas dominieren den Neubau an der Jägerhofstraße, der im Mai feierlich eröffnet wird.

Wuppertal. Mit einem Programm von 22 Veranstaltungen im Quartal startete die Station Natur und Umwelt im Oktober 1984. Mehr als 1500 Angebote stehen für das Jahr 2010 ins Haus. Und dieses Haus, eben das Gebäude selbst, ist offensichtlich Katalysator des Engagements, dem die Stadt ein vorbildliches Umweltbildungszentrum verdankt.

Bereits 1995, ein Jahr nach Gründung des Fördervereins, kamen Pläne für einen Neubau auf. Nach steinigem Weg erfolgte vor einem Dreivierteljahr der erste Spatenstich. Zur Präsentation des Programms 2010 konnte die Station nun bereits in ein fast fertiges Haus einladen.

Aus dem Neubau fällt durch großzügige Glasflächen der Blick über die bergischen Höhen. Was den Architekten Anja Schacht und Matthias Kaufmann hier gelang, begeistert: leicht und luftig wirkt das Haus, an dem außen wie innen neben Glas warmes Holz dominiert. Nachdem der Förderverein die gesamte Bauleitung in eigener Regie gestemmt hat, überrascht er nun mit der Tatsache, dass sich alles im geplanten Zeitrahmen bewegt.

Im März sollen die letzten Arbeiten abgeschlossen sein. Danach erfolgt bei laufendem Betrieb der Umzug von der Grundschule Cronenberg in das neue Domizil an der Jägerhofstraße. Die Eröffnung ist für den 28. und - im Rahmen des traditionellen Sommerfestes - 29. Mai geplant.

700 000 Euro steuerte die Stadt für den Bau bei

Von lediglich 350 Quadratmetern am alten Standort vergrößert sich das Platzangebot auf immerhin 814 Quadratmeter. Während die erste Etage vorwiegend Verwaltungszwecken dienen wird, stehen Erdgeschoss und die Natur vor dem Haus für die öffentliche Nutzung zur Verfügung.

Die ab sofort erhältliche Programm-Broschüre für 2010 ist um zehn Seiten stärker als die des Vorjahres. Neu sind beispielsweise Abendtermine, an denen mit Wildgemüse gekocht wird. Dieses Angebot zeigt eine stärkere Ausrichtung auf Erwachsene und auf neue Veranstaltungsformen.

Noch im alten Gebäude findet am 28. Januar von 15 bis 18Uhr mit der Offenen Forscher-Werkstätte ein neuer Programmpunkt statt.

Auf 273 888 belief sich die Besucherzahl bis Ende des Jahres 2009.

Mit der konsequenten Verwendung von Naturbaustoffen und der Nutzung von Wind, Wasser, Boden und Sonne darf das Gebäude gewiss als Wegweiser für eine nachhaltige Architektur gelten. Zugleich zeigt es auf, wie in Wuppertal auch unter dem Vorzeichen einer leeren Stadtkasse noch bahnbrechende Projekte realisiert werden können.

Eine Spendenzusage in Höhe von einer Million Euro leistete 2006 das Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler (EDE) und gab damit den Startschuss für den Bau. Weitere 700 000 Euro steuerte die Stadt aus Fördergeldern bei, die restlichen 300 000 Euro brachte der Förderverein selbst zusammen. Wenn die neue Station Ende Mai eröffnet wird, dann soll dank eifriger Spender auch schon ihr Wahrzeichen stehen: der 15 Meter hohe "SkulpTurm", dessen Rotor Strom erzeugen wird.

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