In der Hebebühne wurde das einjährige Bestehen der Nordbahntrasse gefeiert.

Wuppertal. Vor einem Jahr wurde die offizielle Eröffnung der Nordbahntrasse gefeiert. Das einjährige Bestehen der Trasse war am Samstag Anlass für ein Trassenfest in der Hebebühne am Mirker Bahnhof.

Bei strömendem Regen und eisiger Kälte war am 19. Dezember 2014 am Wichlinghauser Bahnhof die Eröffnung der Trasse gefeiert worden. Eigentlich war zu erwarten, dass am Samstag bei frühlingshaften Temperaturen mindestens ebenso viele Gäste zum einjährigen Jubiläum kommen würden. Doch zunächst blieben die Veranstalter am Bahnhof Mirke, die Wuppertal Bewegung mit ihrem stellvertretenden Vorsitzenden Lutz Eßrich, der ADFC, die Interessengemeinschaft Fahrradstadt Wuppertal und die Gastgeber der Hebebühne weitestgehend unter sich.

„Die Wuppertaler kommen anscheinend nur bei Regen“, vermutete man unter dem Zeltdach des AFC, doch die Erklärung war plausibler: „Noch werden Weihnachtsgeschenke gekauft. Das wird gleich voller“, waren sich die Organisatoren sicher.

Und so kam es auch. Mit Einbruch der Dämmerung wurde es belebter, die musikalisch unterlegten Filme über das Leben und Treiben auf der Trasse in der Hebebühne fanden immer mehr Zuschauer, die engagierten DJs ein ständig anwachsendes Publikum, und die Feier kam ins Rollen. Viele Gäste waren mit dem Fahrrad gekommen, schließlich ist das Trassenprojekt für Wanderer und Radfahrer konzipiert worden.

Und Die IG Fahrradstadt Wuppertal demonstrierte, wie man mithilfe von drei Stangen einen sicheren Fahrradständer für zehn Räder erstellen kann, wobei Kabel und Schloss den geliebten Drahtesel sichern. Dass Hannelore Frohnhoff eine Torte gebacken hatte, auf der nicht nur das Trassen-Jubiläum dokumentiert und Fahrräder als Schokoguss appliziert waren, sondern auch die fliegenden Tunnelbewohner, die Fledermäuse als Fruchtgummi darauf warteten, vernascht zu werden, wurde dankbar registriert.

Wer den alten Schienenweg aus den verschiedensten Gründen weder zu Fuß noch per Pedal erkunden kann oder will, dem bleibt als Möglichkeit das Velo-Taxi. „Trassenfahrten sind der Renner“, bestätigte „Pedal-Kuli“ Joachim Carlsdotter, der an den Sommerwochenenden drei- bis viermal am Tag die Gäste in sein Gefährt einlädt und sie von Vohwinkel bis nach Wichlinghausen kutschiert.

Die Info-Stände wurden auch bei Dunkelheit bestens frequentiert, und so wurde es doch noch ein stimmungsvoller Geburtstag für Wuppertals vielfach ausgezeichnetes Leuchtturm-Projekt, der erst in den späten Abendstunden endete.

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