Staatsanwaltschaft gerät wegen langer U-Haft unter Druck. Ermittlungen sollen dringenden Tatverdacht stützen.

Preisverleihung Springmann Enno Christa
Christa und Enno Springmann. Archivbild.

Christa und Enno Springmann. Archivbild.

Mathias Kehren

Christa und Enno Springmann. Archivbild.

Wuppertal. Ende Juni ist der Enkel der Springmanns und ein 44-Jähriger Freund festgenommen wurden. Seitdem sitzen beide wegen dem dringenden Tatverdacht, das Unternehmer-Paar Springmann ermordet zu haben, in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft gerät jetzt unter Druck. Denn die Dauer einer Untersuchungshaft beträgt maximal sechs Monate.

Sie darf nur fortgeführt werden, wenn sie durch die besondere Schwierigkeit oder den besonderen Umfang der Ermittlungen oder einen anderen wichtigen gerechtfertigt wird. Zu einer Verlängerung soll es nicht kommen, sagt Staatsanwalt Hauke Pahre auf Nachfrage. „Nach wie vor besteht dringender Tatverdacht. In den kommenden Wochen ist mit einem Abschluss des Ermittlungsverfahren zu rechnen“, sagt er auf Nachfrage.

Die Ermittlungen seien sehr weit fortgeschritten und würden den dringenden Tatverdacht stützen.

Es bestehe eine große Wahrscheinlichkeit, dass sie zu einer Anklage gegen beide Verdächtigen führen, abschließend lasse sich das aber erst am Ende der Ermittlungen sagen. Ob es weitere Erkenntnisse gibt, die eine Anklage stützen könnten, möchte Pahre derzeit nicht sagen. „Einzelne Ermittlungsergebnisse, die jetzt zu Tage kommen, kommentiere ich derzeit nicht“, sagt er auf Nachfrage. Die Anwälte der Verdächtigen hatten beantragt, den Haftbefehl wegen einem möglichen Alibi aufzuheben. pasch

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