Bei Lebe Liebe Deine Stadt wurden aus Sperrmüll Skulpturen geschaffen.

Bei Lebe Liebe Deine Stadt wurden aus Sperrmüll Skulpturen geschaffen.
Beim Bergfest von Lebe Liebe Deine Stadt gab es in und um die Börse verschiedene Installationen zu sehen.

Beim Bergfest von Lebe Liebe Deine Stadt gab es in und um die Börse verschiedene Installationen zu sehen.

Andreas Fischer

Beim Bergfest von Lebe Liebe Deine Stadt gab es in und um die Börse verschiedene Installationen zu sehen.

Elberfeld. Die Nähe zur Nachbarschaft ist den Beteiligten des Mitmachprojektes „Lebe Liebe Deine Stadt“ wichtig. Das zeigte sich einmal mehr in dieser Woche, als anlässlich des Bergfestes des Projekts rund um die Börse an der Wolkenburg einmal mehr kreativ gearbeitet wurde. „Wir haben bei den Anwohnern geklingelt und nach Dingen gefragt, die sie nicht mehr brauchen und in den Sperrmüll entsorgen würden“, erzählt Projektleiterin Dagmar Beilmann. Die ausgedienten Materialien wurden dann unter dem Titel „Mehrwert“ künstlerisch verarbeitet und vor der Börse ausgestellt.

Die Ausstellung war der offizielle Teil des Bergfestes, in den auch vorangegangene Mitmach-Aktionen einflossen. Bereits seit 2015 betrachten die Akteure ihre Stadt, wollen diese neu und anders wahrnehmen. Interventionen, Kunstaktionen, Performances: Über künstlerische Herangehensweisen und kreative Methoden sollen Visionen und Bilder für die ganze Stadt entwickelt werden.

Gedichte und Bilder sollen das Viertel verbinden

Tanzaktionen unter anderem in der Schwebebahn, eine Mitmach-Werkstatt, Klanginstallationen, künstlerische Stadtspaziergänge und Forschungsreisen als Beispiele sollten die Wuppertaler einbeziehen, ihnen kreatives Mitgestalten ermöglichen oder einen künstlerisch fokussierten Blick auf ihre Umgebung werfen. Wichtiges Merkmal: Stets wurden Themen aufgegriffen, die vor Ort bewegen.

Verknüpft wurden die Aktionen mit unterschiedlichen Initiativen als Meinungsaustausch. Nun soll es zurück ins Quartier gehen, in die unmittelbare Nachbarschaft der Börse. Und da beteiligte sich die Grundschule Hesselnberg rege, stellte für „Mehrwert“ ausrangierte Stuhllehnen und Sitzflächen zur Verfügung, die schnell zu Kunstobjekten verarbeitet wurden.

Ute Kranz sammelte auf dem Poesie-Parkour-Spaziergang Worte als poetische Schätze von Passanten. Sie sollen später die Grundlage für Gedichte bilden, die im gesamten Viertel aufgehängt werden. Auch dabei zeigt sich wieder, welchen Stellenwert der Nachbarschaft beigemessen wird. Anwohner können etwa beim „Amt für Ideen“ oder beim Bürgerstammtisch besprechen, was für das Quartier oder für ganz Wuppertal wichtig ist. Positiver Nebeneffekt: Schon im Gespräch können Mitstreiter für die neuen Projekte gefunden werden.

Tobias Daemgen von den Raum-Zeit-Piraten etwa sucht noch Bilder für eine Lichtbildcollage, die beim Abschiedsfest von Lebe Liebe Deine Stadt am 2. Juni in einer Lichtbildcollage an die Hausfassade projiziert werden soll.

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