Auf großen Flächen wurde das für 1,6 Millionen Euro hergerichtete Wupperufer beschmiert. Noch ist offen, ob und wie sich der Schaden beheben lässt.

Das Bild spricht für sich: Am Treppengang des Islandufers wurden die Natursteinmauern mit Farbspray überzogen. Die Oberflächen sind nur mit erheblichem Aufwand und für viel Geld zu säubern – was nicht ausschließt, dass sich der Fall dann wiederholt.
Das Bild spricht für sich: Am Treppengang des Islandufers wurden die Natursteinmauern mit Farbspray überzogen. Die Oberflächen sind nur mit erheblichem Aufwand und für viel Geld zu säubern – was nicht ausschließt, dass sich der Fall dann wiederholt.

Das Bild spricht für sich: Am Treppengang des Islandufers wurden die Natursteinmauern mit Farbspray überzogen. Die Oberflächen sind nur mit erheblichem Aufwand und für viel Geld zu säubern – was nicht ausschließt, dass sich der Fall dann wiederholt.

Andreas Fischer

Das Bild spricht für sich: Am Treppengang des Islandufers wurden die Natursteinmauern mit Farbspray überzogen. Die Oberflächen sind nur mit erheblichem Aufwand und für viel Geld zu säubern – was nicht ausschließt, dass sich der Fall dann wiederholt.

Elberfeld. Fluch und Segen sind an der Wupper in Elberfeld Nachbarn: Wurde das Islandufer erst vor wenigen Jahren unter großem Aufwand und für viel Geld zur Promenade und zum Fluss hin begehbar gemacht, nehmen Sprayer diese Einladung dankend an.

In weiten Teilen wurden jetzt die Natursteinmauern am Treppengang mit Farbe überzogen, gut zu sehen von der Schwebebahn (die WZ berichtete). Inzwischen hat die Stadt Wuppertal Strafanzeige gestellt – und hofft in Zusammenarbeit mit der Polizei auf Zeugenhinweise und Informationen zur „Handschrift“ der Urheber.

„In diesen Ausmaßen haben wir solche Schmierereien noch nicht erlebt“, unterstreicht Thorsten Warning – beim Verkehrsressort der Stadt für konstruktiven Ingenieurbau zuständig – auf WZ-Nachfrage. Der Anblick sei „verheerend“.

Nach langer Sperrung: Umbau des Ufers wurde 2008 gefeiert

Die Zahlen sprechen für sich: Seinerzeit wurden insgesamt gut 1,6 Millionen Euro sowie mehrere Jahre Bau- und Planungszeit in das Islandufer mit seiner gut 200 Meter langen Promenade an der Wupper investiert. Im Rahmen der Regionale 2006 hat das Land NRW 70 Prozent der Kosten übernommen, was bei der Eröffnung des neuen Islandufers im Herbst 2008 gewürdigt wurde: Dem Umbau war eine jahrelange Sperrung vorausgegangen, nachdem sich der bisherige Weg am Gerüst der Schwebebahn als baufällig erwiesen hatte.

Vom Treffpunkt zum Schandfleck – wer hat die Täter gesehen?

Mit der Sanierung des Islandufers in Höhe der Stadtsparkasse und des IHK-Gebäudes wurde das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden: Einerseits bekamen die Fußgänger ihren Weg zurück, andererseits wurde die Promenade mit dem Treppengang zur Wupper zur Sehenswürdigkeit und mit dem Café Island zum beliebten Treffpunkt.

Damals wurde gerade auch diese Mischung begrüßt – versprach sie doch so etwas wie „soziale Kontrolle“ durch den Besucherstrom und die Außengastronomie. Warning geht nun von Reinigungskosten im vierstelligen Bereich aus – und das bei leeren Kassen. Hinzu kommt die Frage nach geeigneten Verfahren, um die Natursteine möglichst schonend zu reinigen. Bislang jedenfalls zeigten die Sprayer noch „Respekt vor dem Neuen“, wie Warning es bezeichnet. „Das ist jetzt vorbei.“

» Hinweise auf die Täter erreichen die Polizei unter Telefon 284-0.