Die Befragung von Vermietern ist beendet. Wie hoch der Rücklauf genau war, wird noch nicht bekannt gegeben.

Für Mieter und Vermieter gelten immer noch Richtwerte aus dem Mietspiegel von 2012.  Archiv
Für Mieter und Vermieter gelten immer noch Richtwerte aus dem Mietspiegel von 2012. Archiv

Für Mieter und Vermieter gelten immer noch Richtwerte aus dem Mietspiegel von 2012. Archiv

Andreas Fischer

Für Mieter und Vermieter gelten immer noch Richtwerte aus dem Mietspiegel von 2012. Archiv

Wuppertal. Auf den neuen Mietspiegel für Wuppertal warten nicht nur Hausbesitzer, Mieter und Immobilienunternehmen, sondern auch Kaufinteressenten und Behörden. Anfang des kommenden, möglicherweise sogar noch Ende dieses Jahres soll er vorliegen – das hat Oberbürgermeister Andreas Mucke erst jüngst erneut angekündigt.

Der Mietspiegel ist eine wichtige Richtlinie für alle Beteiligten. Er gibt Auskunft über die vor Ort üblichen Mieten, hilft dabei, den Mietzins oder Mieterhöhungen zu vereinbaren.

Der derzeit noch gültige Mietspiegel basiere auf einer Datenerhebung aus dem Jahr 2009 „und repräsentiert möglicherweise nicht mehr den aktuellen Stand der Miethöhen auf dem Wuppertaler Wohnungsmarkt“, hatte die Verwaltung mitgeteilt.

Die Stadt hatte ein Institut mit der Erstellung beauftragt: Sie möchte einen sogenannten „qualifizierten Mietspiegel“. Das ist eine Ausarbeitung, die wissenschaftlichen Grundsätzen folgt. Dafür waren rund 9000 Wuppertaler Vermieter befragt und gebeten worden, bis zum 4. November Angaben zu Größe, Alter, Ausstattung, Modernisierungen und Mietpreis ihrer Wohnungen zu machen.

Über die Zahl der Teilnehmer macht die Stadt keine Angaben

Die Befragungsphase ist seit drei Wochen abgelaufen. Wie viele der 9000 angeschriebenen Wuppertaler Vermieter sich tatsächlich an der Mietspiegelbefragung beteiligt haben, darüber hält man sich bei der Stadtverwaltung bedeckt. Sprecher Thomas Eiting teilte auf Nachfrage der WZ mit: „Derzeit können wir nur die Auskunft geben, dass die eingegangenen Rückmeldungen so zahlreich waren, dass ein qualifizierter Mietspiegel erstellt werden kann.“

Die WZ hatte neben der Zahl der Teilnehmer an der Befragung auch erfahren wollen, wie viele der Angeschriebenen sich mit korrekt ausgefüllten Fragebogen und damit verwertbaren Formularen zurückgemeldet haben. Und wie hoch die Beteiligung in den einzelnen Immobiliensegmente war – beispielsweise im Bereich Mehrfamilienhäuser oder Gebäude von Wohnungsgesellschaften.

Doch auch dazu gab es von der Stadt keine Auskunft. „Die Beantwortung der Fragen würde bedeuten, dass die Mitglieder des Arbeitskreises, die den Mietspiegel erstellen und ihm zustimmen müssen, diese Informationen aus den Medien erfahren würden“, begründet Stadtsprecher Eiting. Man könne sich vorstellen, „dass das im Arbeitskreis zu Verstimmungen“ führen würde. Der Arbeitskreis trifft sich laut Stadt kurz vor Weihnachten. Vorher könne die Stadt genauere Auskünfte nicht geben.

Die Mietspiegelbefragung hat laut Stadt einen fünfstelligen Betrag gekostet.

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