Die neue ehrenamtliche Aktion Menschenskinder will Menschen in allen Notlagen zu passenden Helfern vermitteln.

Wuppertal. Das Prinzip der Aktion "Menschenskinder" ist denkbar einfach. Jeder, der Hilfe braucht, egal wie alt und in welcher Situation, soll wissen: da wird mir geholfen. "So etwas gibt es bislang nicht in Wuppertal - und unseres Wissens auch in keiner anderen Stadt", sagt Simone Jostock vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Gemeinsam mit Monika Kasten vom Generationen-Netzwerk will sie eine Plattform schaffen, die alle Wuppertaler ansprechen soll - die, die Hilfe brauchen und die, die Hilfe anbieten.

"Es gibt in Wuppertal unheimlich viele Beratungsstellen. Das Problem ist, dass nicht alle Angebote jedem bekannt sind", so Jostock. In diese Bresche will die neugegründete Aktion springen. Sie will Anlaufstelle für Hilfesuchende sein und entsprechend weitervermitteln. Hilfe bekommt jeder, der Probleme hat: Überforderte Eltern, missbrauchte Kinder, Obdachlose oder Alkoholkranke. "Wenn es beispielsweise einen Fall von Kindeswohlgefährdung gibt, sind wir nicht diejenigen, die Gewaltprävention oder ähnliches anbieten", sagt Jostock. Vielmehr sehe man sich als Lotse, der in solchen Situationen vermittelt - sei es zu städtischen Angeboten, kirchlichen Stellen, Ärzten, oder freien Trägern.

Menschenskinder will bestehende Angebote bekannter machen

Von einer Konkurrenz zu anderen Beratungsstellen könne keine Rede sein - im Gegenteil: "Wir wollen bestehenden Beratungsangeboten mehr Popularität verschaffen", erklärt Monika Kasten, "und als Ansprechpartner alle Optionen für Hilfesuchende aufzeigen."

Um dieses ehrgeizige Vorhaben umzusetzen, braucht die Aktion "Menschenskinder" einen hohen Bekanntheitsgrad. Simone Jostock: "Der erste Schritt ist unser Stand am langen Tisch am 27.Juni." Zudem sollen die bestehenden Beratungsstellen von der Aktion "Menschenskinder" mit Infomaterial versorgt werden. Kasten und Jostock sind sich einig: "Was wir wollen, ist eine Bürgerinitiative, von Menschen für Menschen."

Die Idee zur Initiative "Menschenskinder" entstand nach Bekanntwerden des Falls Talea. Ziel soll es sein, Betroffenen bei Problemen den richtigen Ansprechpartner zu vermitteln.

Monika Kasten vom Projekt "Generationen Netzwerk" und Simone Jostock vom SKF stehen hinter dem Projekt und betreuen es ehrenamtlich.

Wer mehr wissen will oder beim Stand am langen Tisch helfen will, kann sich beim SKF (Telefon 25 25 70) oder beim Generationen-Netzwerk (Telefon 250 39 55) melden.

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