Die Online-Buchung kommt an ihre Grenzen. Ein neues System ist bestellt.

Verwaltung
Ohne Termin muss man lange warten.

Ohne Termin muss man lange warten.

Uwe Schinkel

Ohne Termin muss man lange warten.

 Wuppertal. Wer die Dienste des Einwohnermeldeamts in Anspruch nehmen möchte, braucht weiterhin Geduld, auch wer wie empfohlen einen Termin online buchen will: Derzeit sind bis zum Ende der möglichen Buchungszeit nahezu alle Termine vergeben. Die Stadt kündigt weitere Verbesserungen an.

Am Dienstag bot das Einwohnermeldeamt theoretisch bis Ende März Termine an. Doch alle Tage bis dahin sind bereits ausgebucht. Lediglich am 31. März waren am Dienstagmorgen noch Termine zu haben. Bis zum Nachmittag stellten sich diese auch auf Rot. Spätere Termine waren noch nicht zugänglich.

Nachgehakt

„Das ist auch so gewollt“, bekräftigt Stadtsprecherin Martina Eckermann. Es seien jeweils 68 Werktage freigeschaltet, weiter in der Zukunft liegende Termine wolle man nicht vergeben. Denn je weiter im Voraus der Termin gebucht werde, desto häufiger werde er nicht genutzt. 20 bis 45 Prozent der gebuchten Termine würden nicht wahrgenommen: „Das ist ein großes Ärgernis.“

Martina Eckermann fordert Bürger, die einen Termin buchen wollen, auf, häufiger ins Internet zu gehen. Es sei ja täglich ein weiterer Tag zugänglich. Und auch von den gebuchten Terminen würden immer wieder einige freigegeben. Daher könne man es auch tagsüber mit einem persönlichen Besuch versuchen: „Heute Mittag hätte man zum Beispiel zwischen 12 und 13 Uhr direkt zum Schalter durchgehen können“, sagte sie am Dienstag.

Die Stadt arbeitet weiter an Verbesserungen: Gerade werden drei Azubis und drei Stadtmitarbeiter angelernt, die das Team verstärken sollen, eine weitere Person soll noch dazukommen. Zudem soll es in einigen Wochen ein neues Buchungssystem geben, bei dem man sein Anliegen angeben muss. Damit ist der Zeitaufwand pro Termin genauer kalkulierbar. Und um den erwartbaren Ansturm vor den Ferien zu entzerren, werden seit November pro Monat die rund 3000 Bürger angeschrieben, deren Pass in den kommenden sechs Monaten abläuft. 148 haben darauf bisher reagiert.

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