Wuppertal kann mit rund zwei Millionen Euro rechnen.

Wuppertal. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, so lautet ein altes Sprichwort. Für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung in Wuppertal könnte die Redensart nun in besonderer Weise gelten. Denn zwar gibt es „neues“ Geld, wie der Bundestag in dieser Woche beschlossen hat – insgesamt rund 580 Millionen Euro sollen zur Finanzierung von etwa 30 000 zusätzlichen Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren bereitgestellt werden. Allerdings müssen die Mittel von den Kommunen nun zügig beantragt werden, wie Wuppertals Sozialdezernent Stefan Kühn (SPD) berichtet.

Anteilige Finanzierung: etwa 100 00 Euro pro Gruppe

Geschätzte rund zwei Millionen Euro kann Wuppertal voraussichtlich erwarten, allerdings nicht als Komplettsumme, sondern in Form von anteiligen Finanzierungen, etwa 100 000 Euro pro Gruppe. „Die Stadt muss also auch in erheblichem Maße eigenes Geld in die Hand nehmen, um etwas zu bewegen.“

Zudem seien die Fristen „extrem knapp“ bemessen, so Kühn: „Die Anträge sollen bereits im Februar vorliegen – und zwar mit Kostenberechnungen. Jetzt müssen wir ganz fix werden, damit sie rechtzeitig rausgehen.“

Ob Elberfeld, Langerfeld oder Vohwinkel: Projekte sind in Planung

Planungsaufträge gebe es für eine Reihe von Projekten, darunter Einrichtungen an der Peter-Beier-Straße in Langerfeld und der Höhe in Vohwinkel, wo jeweils zwei zusätzliche Gruppen angebaut werden sollen, sowie an der Carl-Schurz-Straße in Elberfeld. „Wir hoffen, mit dem Geld etwa 20 neue Gruppen und damit rund 400 Plätze schaffen zu können.“

Sollte es der Stadt nicht gelingen, vorgesehene Projekte rechtzeitig bis Mitte des Jahres auf den Weg zu bringen, könnte das Geld an andere Kommunen oder Bundesländer gehen, so Kühn: „ Und das gilt es zu verhindern.“

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