Breites Bündnis für Solidarität mit Flüchtlingen: Bei der Demonstration an der Edith-Stein Straße am heutigen Samstagmittag folgten rund 200 Bürger dem Aufruf der Vohwinkeler Bezirksvertretung.

Am Samstag waren 200 Gegendemonstranten nach Vohwinkel gekommen.
Am Samstag waren 200 Gegendemonstranten nach Vohwinkel gekommen.

Am Samstag waren 200 Gegendemonstranten nach Vohwinkel gekommen.

Michael Schad

Am Samstag waren 200 Gegendemonstranten nach Vohwinkel gekommen.

Wuppertal.  Die 200 Teilnehmer zeigten deutlich Flagge für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit. Daran beteiligten sich auch viele Vertreter aus Politik, Kirchen und Vereinen. Anlass war eine Kundgebung der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ im Bereich Gustavstraße. Diese konnte gerade mal 20 Anhänger mobilisieren. Mit Parolen und Plakaten versuchten diese, Stimmung gegen Asylbewerber zu machen. Davon ließen sich die Vohwinkeler nicht beeindrucken.

„Verfolgte Menschen sind hier willkommen“, sagt etwa Helga Maria-Bier. Ihr ist es wichtig, Präsenz gegen rechte Gesinnungen zu zeigen. „Mein Eltern waren selbst Flüchtlinge und mussten nach dem Krieg aus der Tschechoslowakei fliehen“, erzählt sie. Für Matthias Bruchmann vom Vohwinkeler STV ist die Teilnahme an der Gegendemonstration selbstverständlich. „Das ist erste Bürgerpflicht“, betont er. Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD) rief in seiner Rede zur Verteidigung der demokratischen Grundordnung auf. „Wir wollen eine friedliche und weltoffene Gesellschaft“, erklärt er. Fragemann lobte zudem ausdrücklich die Welle der Hilfsbereitschaft für die Bewohner der neuen Übergangsheime im Stadtteil. Auch die Kirchengemeinden wollten die rechte Kundgebung in direkter Nähe ihrer Gotteshäuser nicht einfach hinnehmen. Pünktlich zu deren Beginn ließen sie ausgiebig die Kirchenglocken läuten. „Das ist unser Willkommensgruß an die Flüchtlinge in Vohwinkel“, sagt Pfarrerin Sylvia Wiederspahn.

Gegen die rechte Versammlung protestierten im Bereich Kaiserplatz und untere Gustavstraße auch lautstark Vertreter der linken Szene. Die Polizei trennte die Gruppen räumlich und sorgte für einen friedlichen Ablauf. Ab 14.20 Uhr fand eine zweite Kundgebung im Bereich Lützowstraße und Stackenbergbergstraße statt. Auch diese blieb friedlich. Um 15.15 Uhr wurden die Veranstaltungen offiziell beendet.

Rangeleien im Vorfeld:

Im Vorfeld der Demonstrationen schloss die Polizei einen Angehörigen der rechten Szene wegen des Tragens von Stahlkappenschuhen von der Kundgebung aus. Gegen zwei Mitglieder der linken Szene gab es Anzeigen wegen Körperverletzung. Eine weiteres Mitglied erhielt eine Anzeige wegen Beleidigung.
 

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