Chordirektorin Marieddy Rossetto beendet nach 20 Jahren ihre Tätigkeit beim Chor der Konzertgesellschaft.

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Bärbel Kramer (. ) und Evamaria Bott (r.) verliehen Marieddy Rossetto zum Abschied die Ehrenmitgliedschaft im Chor der Konzertgesellschaft.

Bärbel Kramer (. ) und Evamaria Bott (r.) verliehen Marieddy Rossetto zum Abschied die Ehrenmitgliedschaft im Chor der Konzertgesellschaft.

Gerhard Bartsch

Bärbel Kramer (. ) und Evamaria Bott (r.) verliehen Marieddy Rossetto zum Abschied die Ehrenmitgliedschaft im Chor der Konzertgesellschaft.

Wuppertal. Nach 20 Jahren Chorleitertätigkeit beim Chor der Konzertgesellschaft wird Marieddy Rossetto die Chorleitung in andere Hände übergeben. „Dieser Entschluss ist mir sehr schwer gefallen, da mir die Arbeit in all den Jahren musikalisch und menschlich so Vieles gebracht hat. Der Chor hat mir immer in den Konzerten bewiesen, dass er mit Engagement und Freude umsetzt, was wir gemeinsam erarbeitet haben“, sagt Rossetto.

Den Ausschlag gab ein gesundheitlicher Warnschuss, der ihr klargemacht habe, den kaum noch zu bewältigenden Arbeitseinsatz verringern zu müssen. Die Leitung des Städtischen Musikvereins Düsseldorf und die Leitung des Projektes „SingPause“ an 57 Düsseldorfer Schulen ließen keine weitere Tätigkeit mehr zu. Kritisch merkt Marieddy Rossetto auch an, dass die kulturelle Entwicklung in der Stadt nicht gerade zur Motivation eines Künstlers beitrage.

Als Dirigentin war Rossetto selbst in der Stadthalle aktiv

Außer musikalischen Aspekten waren ihr Temperament und ihr unbedingter Wille zur Leistung Gründe, sie als Chorleiterin zu verpflichten. Das aufmunternde „Voilà!“ dürfte vielen Choristen noch gegenwärtig sein. Fragt man sie nach den Highlights ihrer Tätigkeit, dann fällt ihr die Auswahl schwer. Sicher gehören dazu eine Aufführung des Brahms-Requiems unter Carl St. Clair 1998, ein unvergessliches „War Requiem“ von Britten mit George Hanson am Pult, die Uraufführung der „Canziones de Amor“ von Danner zur Wiedereröffnung der Historischen Stadthalle mit Peter Gülke und die Aufführungen der 2. Sinfonie von Mahler und des Verdi-Requiems unter Toshiyuki Kamioka.

Selbst dirigiert hat sie den Chor unter anderem in der Stadthalle mit Werken von Haydn, Händel und dem „Paulus“ von Mendelssohn Bartholdy. „An Leistungen unter Schneidt angeknüpft“ titelte damals die WZ.

Es war das große Verdienst von Marieddy Rossetto, den Chor, der damals um das musikalische Überleben kämpfte, wieder zu alter Leistungsfähigkeit zu führen. Dass ihr dies gelungen ist, beweist auch nach wie vor „ihr“ Chor mit 120 aktiven Sängerinnen und Sängern bei den Aufführungen mit dem Sinfonieorchester Wuppertal. „Die schöne Zeit ist wie im Fluge vergangen“, sagt Marieddy Rossetto zum Abschied. Sie will dem Chor freundschaftlich verbunden bleiben und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg fro

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