Am Fahrradreparatur-Café am Bahnhof Küllenhahn gab es Hilfe zur Selbsthilfe. Dort gibt es noch Räder zu kaufen.

Am Fahrradreparatur-Café am Bahnhof Küllenhahn gab es Hilfe zur Selbsthilfe. Dort gibt es noch Räder zu kaufen.
Markus Cox, Florian Oberste-Dommes und Stephan Schaller mit Frank Kowalke, der ein Rad suchte.

Markus Cox, Florian Oberste-Dommes und Stephan Schaller mit Frank Kowalke, der ein Rad suchte.

Stefan Fries

Markus Cox, Florian Oberste-Dommes und Stephan Schaller mit Frank Kowalke, der ein Rad suchte.

Küllenhahn. Das Wetter war für die Aktion bestens geeignet. Stephan Schaller und seine Mitstreiter vom Fahrradreparatur-Café in Cronenberg kamen bei den sommerlichen Temperaturen ins Schwitzen. Am Bahnhof Küllenhahn erwarteten sie alle Radler, die mit kleinen und großen Problemen zu ihnen kommen um Rat und Hilfe zu suchen. Rund vier Mal im Jahr bieten sie den kostenlosen Service an, normalerweise am Zentrum Emmaus mitten im Stadtteil. An der Sambatrasse konnten jedoch im Lagerraum von Mitstreiter Markus Cox die gespendeten Räder der 1. Cronenberger Fahrradbörse gelagert werden.

Die Radfahrer kommen gezielt mit ihren Problemen zum Café

Sie wurden auf Mängel und Funktionsfähigkeit geprüft und standen bei der Aktion zum Verkauf. „Wir haben unsere Vorstellung von einer geeigneten Spende den Interessenten weitergegeben“, formulierte es Schaller und tatsächlich wechselten bis zum Mittag bereits drei Räder den Besitzer. Das Geld wird in die Finanzierung der Flyer für den nächsten Restaurant-Day, der in Cronenberg am 17. November stattfinden wird, investiert. „Die Ratsuchenden kommen hier schon gezielt vorbei“ so Schaller. So ist es auch bei einem ansässigen Ehepaar. Es hat sein Fahrrad aufgebockt und reinigt die Kette. „Wir werden hier sehr gut beraten und bekommen wertvolle Tipps und Kniffe für die Pflege. Oft hapert es ja schon bei einfachen Grundlagenkenntnissen“, erklären sie.

Und genau darum geht es den Aktivisten. Die Besitzer sollen eingebunden werden und, wenn möglich, selbst Hand anlegen. Egal wie groß das Problem ist oder ob der Drahtesel einfach nur mal durchgecheckt werden soll. Auch die Verkaufsaktion findet das Cronenberger Paar gut. „Wir haben noch ein Rad, das wir nicht mehr benutzen. Das bringen wir mal vorbei.“

Die Grundausrüstung von Werkzeug bis zum Putzmittel ist vorhanden, ein Fachmann steht zur Seite, zeigt die richtigen Handgriffe und hilft bei eventuellen Berührungsängsten vor Schrauben und Technik. So kann sich jeder unter fachlicher Anleitung ausprobieren, um beim nächsten Notfall vielleicht selber aktiv zu werden.

Für alle, die an einem Kauf eines gespendeten Rads interessiert sind, sind die Akteure zu einer besonderen Vertrauensaktion bereit. Etwa zehn Exemplare, vom Kinder- bis zum Erwachsenenrad, sind noch vorhanden. Am Bahnhof Küllenhahn stehen sie, versehen mit Preisvorstellung und Beschreibung, zum Abholen bereit. Das Geld kann in einem gekennzeichneten Briefkasten deponiert werden.

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