Jugendhilfeausschuss beauftragt Quartierbüro, eine Lösung zu finden. Bürgerantrag dazu kam vor eineinhalb Jahren.

graffiti Freibad Vohwinkel
Graffitis können durchaus eine Stadt schmücken, wie hier beim Freibad Vohwinkel. Foto: Archiv

Graffitis können durchaus eine Stadt schmücken, wie hier beim Freibad Vohwinkel. Foto: Archiv

Fries, Stefan (fr)

Graffitis können durchaus eine Stadt schmücken, wie hier beim Freibad Vohwinkel. Foto: Archiv

Wuppertal. Die Stadt hat das „Quartierbüro vier zwo zwo“ in der vergangenen Sitzung des Jugendhilfeausschusses beauftragt, Vorschläge zur Reduzierung illegaler Graffiti in Oberbarmen und Wichlinghausen zu entwickeln.

Wie, das liegt jetzt in der Hand des Quartierbüros vier zwo zwo der Diakonie. Das wartet jetzt auf den formellen Auftrag. Genaue Pläne für ein Vorgehen gebe es aber noch nicht, sagt Stefanie Rolf. „Wir geben keine Ideen vor. Wir unterstützen die, die das Thema angehen wollen“, sagt sie. Das Quartierbüro werde nach der offiziellen Auftragserteilung auf die Menschen im Stadtteil zugehen und diejenigen mit Ideen mit denjenigen zusammenbringen, die diese umsetzen können. Stefanie Rolf spricht etwa von am Thema interessierten oder auch betroffenen Bürgern und etwa Jugendeinrichtungen. Ein Konzept für das weitere Vorgehen soll zum Ende des ersten Quartals vorgestellt werden.

Laut Vorlage der Stadt soll das auch das Aufstellen von legalen Graffitiflächen beinhalten sowie einen Kontaktversuch zur Graffiti-Szene. Auch wenn Sozialdezernent Stefan Kühn (SPD) sagt, dass die Stadt das durchaus skeptisch sehe, so sagt er doch: „Warum nicht probieren? Das Schlimmste was passieren kann, ist dass wir ein legales Graffiti-Projekt haben, also etwas sinnvolles daraus entsteht.“

Die Geschichte dahinter ist lang. Denn schon im April 2016 hat die Nachbarschaftsinitiative Wuppertal Oberbarmen sich mit einem Bürgerantrag an die Stadt gewand. Es ging oberflächlich gesehen um die Graffiti im Viertel, dahinter steckte aber die Sorge vor der Verwahrlosung, dem Verfall des Quartiers insgesamt. Es ging um die Fassaden, aber auch um die Plätze und Straßen im Quartier, das vielfach eher problematisch gesehen wird. Franz-Georg Schmitz, der für die Nachbarschaftsinitiative den Bürgerantrag auf den Weg gebrachte hatte, freut sich, dass etwas passiert. Er sieht die Pläne gegen die illegalen Graffiti als einen Mosaikstein gegen den Verfall des Quartiers. Gleichzeitig kritisiert er aber, dass der Antrag nicht sofort behandelt wurde. „Dadurch haben wir ein Jahr verloren“, sagt er.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer