Mord am Werth
Der 23-jährige Angeklagte versucht sich vor den Zuschauern und den Kameras zu verbergen.

Der 23-jährige Angeklagte versucht sich vor den Zuschauern und den Kameras zu verbergen.

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen wurde am Donnerstagnachmittag das Urteil zum Mord am Werth gesprochen.

Schinkel, Uwe (schin), Bild 1 von 2

Der 23-jährige Angeklagte versucht sich vor den Zuschauern und den Kameras zu verbergen.

Wuppertal. Trauer, Wut und eine mit Händen greifbare Spannung: Am Donnerstag ging unter verschärften Sicherheitsbedingungen im Schwurgerichtssaal des alten Landgerichts der Prozess um den Mord in einem Juweliergeschäft am Werth in Barmen am 17.  Oktober 2012 zu Ende. Wie erwartet, wurden die beiden Angeklagten  (39, 23) aus Montenegro unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Bei dem älteren der beiden Cousins stellte das Gericht zudem die besondere Schwere der Schuld fest und verhängte für den 39-Jährigen Sicherheitsverwahrung.
Nach Verkündigung des Strafmaßes applaudierte der Großteil des voll besetzten Saals. Dort saßen vorwiegend Verwandte der Opfer. Die meisten von ihnen hatten sich gut sichtbar ein Foto der getöteten Verkäuferin  (33) angesteckt. Beifallsbekundungen im Gerichtssaal? Eigentlich geht das nicht. Richter Robert Bertling ließ es kurz durchgehen, bat um Ruhe und begründete dann sein Urteil.

Dabei verwies er auf das Video der Überwachungskameras. Das zeige die „erbarmungslose Jagd“ der beiden Männer auf ihre Opfer. Zu der so dokumentierten Gewalt und Brutalität sagte Bertling: „Das ist unglaublich.“ Aber nur dank des Videos habe man die beiden Männer überführen und verurteilen können.

Mehr dazu lesen Sie in der Freitagausgabe der WZ Wuppertal

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