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Wuppertal. Die Verurteilung des früheren langjährigen Geschäftsführers der Lebenshilfe, Erwin Borkenhagen, ist rechtskräftig. Heute zogen Staatsanwaltschaft  und Verteidigung vor dem Landgericht ihre Berufungen gegen ein Urteil (unter anderem wegen Untreue) aus dem Februar 2009 zurück. Damit ist das damals gesprochenen Strafmaß von 15 Monaten  Haft auf bewährung (Auflage: 200 Sozialstunden) rechtskräftig. 

Borkenhagen hatte zuvor erneut Fehler eingeräumt. Vorwürfe, er habe sich bereichert, wies er allerdings erneut zurück. Der heute 59-Jährige war von 1987 bis 2004 Geschäftsführer des Vereins für behinderte Menschen. Im Sommer 2002 ging eine anonyme Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ein. Untreue und Betrug zu Lasten der Lebenshilfe wurde Borkenhagen vorgeworfen. Es folgten Ermittlungen samt Durchsuchungen der Lebenshilfe in Cronenberg.

Dann die erste Anklage, Borkenhagens Entlassung (2004), ein erstes Urteil, die Berufung dagegen, eine zweite Anklage und ein neues nicht rechtskräftiges Urteil. Der 59-Jährige ist längst nicht mehr in Wuppertal, sondern auf einem Gestüt in Ostwestfalen tätig. Laut eigener Homepage als Züchter.
 

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