Nach bisherigen Erkenntnissen lief das Kind unvermittelt auf die Fahrbahn.

Wuppertal. Tiefe Trauer in einer türkischen Familie aus Wuppertal: Der vier Jahre alte Junge, der am Mittwoch bei einem Verkehrsunfall in Langerfeld lebensgefährlich verletzt wurde, ist tot. Das Kind erlag in der Nacht zu Donnerstag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei soll der Junge am Mittwochabend gegen 19.30  Uhr unvermittelt auf die Fahrbahn der Clausewitzstraße Fahrbahn gelaufen sein. Der 35 Jahre alte Fahrer eines Renault Masters - er war in Richtung Jesinghauser Straße unterwegs - versuchte laut Polizei eine Notbremsung. Auf schneeglatter Straße kam der Renault ins Rutschen, erfasste den Jungen frontal. Der Fahrer erlitt einen Schock, seinen Wagen stellte die Polizei sicher.

Auch die 26 Jahre alte Mutter des Kindes erlitt einen Schock. Sie und weitere Personen hatten sich laut Polizei mit dem Jungen auf dem Gehweg der Clausewitzstraße befunden, wollten von dort die Fahrbahn in Richtung Karl-Bamler-Straße überqueren. Warum das Kind plötzlich auf die Straße lief, ist noch nicht abschließend ermittelt.

Zur weiteren Klärung des Unfallhergangs sucht die Polizei dringend Zeugen. Sachdienliche Hinweise an die Rufnummer  2840. spa

Im Jahr 2007 wurden 144 Kinder im Straßenverkehr verletzt. Davon waren 84 zu Fuß unterwegs, 32 als Beifahrer in Autos und 28 als Radfahrer. Im Jahr 2008 ist die Zahl gesunken. Kommende Woche will die Polizei die aktuelle Verkehrsstatistik vorstellen. Im Bereich der Kreispolizeibehörde Wuppertal kam zuletzt im Mai 2002 in Remscheid ein Kind bei einem Verkehrsunfall zu Tode.

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