Wuppertal. Der Appell in Richtung Düsseldorf ist eindeutig: „Weist Agrarstandorte aus und schützt unsere landwirtschaftlichen Flächen“, forderte Martin Dahlmann, Kreisvorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann, beim jüngsten Treffen zur Fortschreibung des sogenannten Regionalplans, der die Rahmenbedingungen für künftige Entwicklungen vorgeben soll.

Forderung: Umnutzung statt Neubauten auf der grünen Wiese

Die Landwirte möchten sich frühzeitig positionieren: Sie diskutierten auf Einladung des Wuppertaler CDU-Ratsfraktionsvorsitzenden Michael Müller auf dem Hof des Vohwinkeler Landwirts Karl Bröcker mit dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Regionalrat, Hans-Hugo Papen, darüber, was gegen zunehmenden Flächenverbrauch durch Gewerbe und Wohnansiedlungen unternommen werden sollte und wie die Interessen der Bauern berücksichtigt werden können.

Beratungen zum Regionalplan: Eine Bedarfsanalyse ist geplant

Die Landwirte fordern unter anderem, Umbau und Nutzung von Industriebrachen und bereits vorhandenen Wohnhäusern zu fördern und kritisieren „überzogenen Natur- und Landschaftsschutz“, der zum Verlust landwirtschaftlicher Flächen führe.

Michael Müller verdeutlichte das „Konkurrenzdenken“ der Landkreise und Städte bei der Ausweisung von Gewerbestandorten. Im Zuge der Beratungen zum Regionalplan sei auch eine Bedarfsanalayse von Flächen geplant, so Papen, „in deren Folge Streichungen von Gewerbe- und Siedlungsflächen durchaus möglich sind“.

Einig ist man sich darin, dass in den Regionalplan zumindest „Grundsatzaussagen zur Landwirtschaft“ aufgenommen werden sollen.

www.bauern-in-wuppertal.de

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