Ab April sollen die Arbeiten weitergehen. Stadt vergibt Ausführungsplanung.

Wuppertal. „Das ist ein guter Start in diesem Jahr für die Nordbahntrasse.“ Oberbürgermeister Peter Jung verkündete am Montag, dass die Bezirksregierung das Finanzierungsvolumen der Nordbahntrasse anerkannt habe und dieses zu 80 Prozent gefördert werde. 6,1 Millionen Euro betrage der Zuwendungsbescheid für das Jahr 2010, nun sei der Zugriff auf die Fördermittel möglich.

Zwei externe Gutachter eingeschaltet

Zudem, so Jung weiter, habe die Stadt die Ausführungsplanung an die beiden Planungsbüros Schüssler Plan und CDM vergeben. Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen die Ergebnisse der externen Gutachter bis April vorliegen. Baudezernent Frank Meyer geht davon aus, dass die Arbeiten an der Trasse, die von den Ein-Euro-Jobbern ausgeführt werden, schon im April weitergehen werden. Alle anderen Arbeiten, wie etwa die Sanierung der Tunnels, werden von Fachkräften des ersten Arbeitsmarktes ausgeführt, was wiederum bedeutet, dass diese Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden müssen. Im besten Fall können diese Arbeiten im Juni 2011 begonnen werden.

Stadt tritt nun als Bauherr der Trasse auf

Weder Jung noch Meyer wollten sich darauf festlegen, ob es möglich ist, in diesem Jahr weitere Abschnitte der Nordbahntrasse freizugeben. 2011 geht es um die Bauabschnitte 1 (Elberfelder Nordstadt) und 3 (Tunnel Rott bis zur Kohlenstraße). Im Gegensatz zu Bauabschnitt 2, bei dem die Wuppertal Bewegung Bauherr war, ist nun die Stadt der Bauherr und Jung stellte klar: „Sorgfalt und Qualität gehen vor Schnelligkeit.“

Gesamtkosten der Trasse betragen 31 Millionen Euro

Über den Streit mit der Wuppertal Bewegung, deren Vorsitzender Carsten Gerhardt die Stadt während der jüngsten Jahreshauptversammlung der Wuppertal Bewegung im Dezember noch heftig kritisiert hatte, wollte Jung am Montag nichts sagen, erklärte jedoch, dass die Stadt gegenüber dem Land verantwortlich für die Fördergelder ist – und nicht die Wuppertal Bewegung. Deshalb werde mit akribischer Genauigkeit geplant, damit es zu keinen Rückforderungen der Fördergelder komme. Zudem kündigte Kämmerer Slawig an, Einsparmöglichkeiten bei den Tunnel-Sanierungen prüfen zu wollen.

In der Tat handelt es sich um hohe Summen. Die Stadt beziffert die Baukosten für die Nordbahntrasse nun auf 29 Millionen Euro, weitere zwei Millionen Euro kostet die LED-Beleuchtung auf der Trasse, die jedoch komplett der Bund bezahlt. Zirka sieben Millionen Euro werden als Eigenmittel deklariert. Davon sind laut Jung etwa 2,5 Millionen Euro von der Wuppertal Bewegung eingeworbene Spendengelder und 4,5 Millionen Euro Eigenleistungen. Dazu zählen etwa Arbeiten, die die Wuppertaler Ein-Euro-Jobber erbringen.

Zeitplan: Bis 2013 soll die Trasse fertig sein

„2013 soll das Projekt abgeschlossen sein“, bekräftige der Oberbürgermeister den Zeitplan. Wenn die Stadt jedoch dieses Jahr noch ein Teilstück freigeben möchte, dann muss sie sich sputen. Nur bis September darf wegen der Fledermäuse in den Tunnels gearbeitet werden.

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