Das Landesimmissionsschutz-Gesetz macht einen Strich durch die Pläne. Nun wird an der Bromberger Straße gebaut.

Gebäude GHE Happich
Der Lärmschutz macht die Pläne der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) zunichte, an die Konsumstraße zu ziehen.

Der Lärmschutz macht die Pläne der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) zunichte, an die Konsumstraße zu ziehen.

Schinkel, Uwe (schin)

Der Lärmschutz macht die Pläne der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) zunichte, an die Konsumstraße zu ziehen.

Wuppertal. Aus der Traum vom Umzug an die Konsumstraße. Die Pläne der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) sind gescheitert, mit ihrer Konzernzentrale und den beiden Busbetriebshöfen auf Clausen zu ziehen. Das teilte der WSW-Vorstand Freitag mit. Demnach stand der Lärmschutz den Plänen entgegen. Er hätte dazu geführt, dass die mit etwa 70 Millionen Euro geplante Investition um 40 Millionen Euro teurer geworden wäre. „Das ist bedauerlich“, sagte der Vorsitzende des WSW-Aufsichtsrates und SPD-Landtagsabgeordnete Dietmar Bell. „Aber die Kosten für den Lärmschutz hätten den Rahmen gesprengt, den der Aufsichtsrat und das Unternehmen vorgesehen haben.“

Für die Stadtwerke heißt das nun, dass die parallel bearbeiteten Pläne vorangetrieben werden, auf dem aktuellen Gelände an der Bromberger Straße eine neue Konzernzentrale zu errichten. Das ist notwendig, weil im heute genutzten Gebäude gesundheitsgefährdende Bildergebnis für polychlorierte Biphenyle (PCB) gemessen wurden. Spätestens 2019 wollen die Stadtwerke ihr neues Haus beziehen.

Vorstand Andreas Feicht bedauert die jüngste Entwicklung, zumal die WSW den Lärmschutz in dem Mischgebiet auf der Grenze zwischen Barmen und Elberfeld nicht als vordringlich gesehen hatten. „Wir dachten, die Zufahrt sei das Problem. Aber das hätten wir lösen können.“

So erwies sich der Motorenlärm der Busse als K.o.-Kriterium. Das Gebiet um das Gelände des mittlerweile geschlossenen Automobilzulieferers Johnson Controls ist in den vergangenen Jahren zunehmend mit Wohnungen bebaut wurden. Neuer Nutzung von Flächen sind deshalb vom Immissionsschutz-Gesetz des Landes enge Grenzen gesetzt. Auch wenn dort bereits produzierendes Gewerbe angesiedelt ist. Dem wollten die Stadtwerke mit zwei Lösungsvorschlägen begegnen, die sich beide letztlich als unwirtschaftlich erwiesen. Das galt sowohl für die Halle, die zwei Drittel des Busbetriebshofes überspannt hätte, als auch für die bis zu 14 Meter hohe Lärmschutzwand. Die hätte aber vermutlich auch aus städtebaulichen Gründen keine Mehrheit gefunden,.

Nun wollen die WSW ihre Betriebshöfe in Nächstebreck und Varresbeck sanieren. Die Kosten sollen die für einen Neubau geplanten gut 40 Millionen Euro dabei nicht überschreiten. Die neue Konzernzentrale entsteht voraussichtlich etwa 28 Millionen Euro an der Bromberger Straße. Pläne für den leeren Carnaper Platz gleich gegenüber waren an einem Kommunikationsgau und dem Widerstand von Bezirkspolitikern gescheitert.

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