Kreative aus Bergisch Gladbach stellen bis zum 2. Mai im BKG-Studio im Kolkmannhaus aus.

Werke von Künstlern aus Bergisch Gladbach sind im BKG-Studio zu sehen – geöffnet ist die Ausstellung wieder am kommenden Samstag.
Werke von Künstlern aus Bergisch Gladbach sind im BKG-Studio zu sehen – geöffnet ist die Ausstellung wieder am kommenden Samstag.

Werke von Künstlern aus Bergisch Gladbach sind im BKG-Studio zu sehen – geöffnet ist die Ausstellung wieder am kommenden Samstag.

Uwe Schinkel

Werke von Künstlern aus Bergisch Gladbach sind im BKG-Studio zu sehen – geöffnet ist die Ausstellung wieder am kommenden Samstag.

Wuppertal. Mit ihrer aktuellen Schau präsentiert die Bergische Kunstgenossenschaft (BKG) die Werke von Kollegen aus Bergisch Gladbach. Unter dem Titel "...über’n Berg" stellen noch bis zum 2. Mai zwölf Künstler aus, die zum Atelierhaus24 gehören, einer Produzentengalerie im Technologiepark Bergisch Gladbach.

Nachdem Mitglieder der BKG im vergangenen November in der Produzentengalerie ihre Kunst gezeigt haben, bildet die Wuppertaler Ausstellung jetzt den Gegenbesuch.

Glaskugel, Sonnenfänger und Kreidestriche

Die Glaskugel von Maria Schätzmüller-Lukas ist zwar klein, doch sie zieht die Blicke auf sich. Rundum von feinen, scharfkantigen Glaszacken ist die Kugel überzogen. Sie funkelt verführerisch und bleibt dabei doch auch abweisend. Denn das Darüber-Streichen würde wohl für Schnittwunden sorgen. Sanfte runde Formen in Sandstein hat hingegen Thesa Terheyden mit ihrer Skulptur "Sonnenfänger" geschaffen.

Atelierhaus-Gründer Karsten Panzer PerZan zeigt großformatige Bilder mit Querstreifen in bedeckter, diffuser Farbgebung. Er lässt sie von einem riesigen Tintenstrahldrucker auf Leinwand aufbringen.

Mit diesen Werken übersetzt er die Strukturen von Genen in ein eigenes Farbsystem. Wolfgang Peter arbeitet in seinen reduzierten Bildern mit Symbolen und Versatzstücken. Er malt mit Acryl auf Leinwand, ritzt in die Farbflächen hinein und bringt Kreidestriche auf. "Mein Thema ist der Mensch. Doch ich deute ihn nur an, ich möchte keine fertigen Situationen darstellen", erklärt er.

Die BKG ist eine der ältesten Künstlerorganisationen im Lande überhaupt: 1905 schloss sich die Gruppe erstmals unter dem Namen "Die Brücke" zusammen. Nachdem die Künstler mit einem Paukenschlag in Dresden erfolgreich auf sich aufmerksam gemacht hatten, vereinigten sie sich mit den Werkkunstschulen Wuppertals zu einer Gruppe: der Bergischen Kunstgenossenschaft - kurz: BKG.

Die Ausstellung der Künstler aus dem Atelierhaus 24 ist bis Sonntag, 2. Mai, im BKG-Studio im Kolkmannhaus, Hofaue 51-55, zu sehen - jeweils samstags und sonntags von 11 bis 14 Uhr. Nähere Infos gibt es im Netz unter: www.bkg.wtal.de

Auf einem dreiteiligen Werk von Manuele Klein ist eine geheimnisvolle Silhouette in schwarz-weiß-Tönen zu sehen. Der Betrachter hat zunächst den Eindruck, eine Stadt an einem See zu erkennen - oder eine Ruinenlandschaft. Konkretes Vorbild für das Bild ist ein Kraftwerk in der polnischen Stadt Rybenik. Das Wasser des dortigen Sees ist bedenklich aufgewärmt, wie die Künstlerin berichtet. Die unheimliche Atmosphäre, die sie vor Ort erlebte, vermittelt Klein eindrucksvoll mit der schemenhaften, stilisierten Darstellung.

Weitere Bilder sind von Wolfgang Buyna, Sabina Henrich, Petra Robels und Renate Schmidt zu sehen. Sabine Neuhaus zeigt Holzschnitte, Sabine Puschmann-Diegel stellt "Behausungen" aus Keramik aus, der Physiker Lothar Sütterlin präsentiert zwei Arbeiten in Bronze.

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