Krzystof Juretko präsentiert Werke, die seinen Kollegen Enric Rabasseda zeigen.

ausstellung
„Innere Bewegtheit“ ist der Titel der Ausstellung, die Krzysztof Juretko gestern eröffnete. Zu sehen ist sie bis zum 13. Dezember.

„Innere Bewegtheit“ ist der Titel der Ausstellung, die Krzysztof Juretko gestern eröffnete. Zu sehen ist sie bis zum 13. Dezember.

Gerhard Bartsch

„Innere Bewegtheit“ ist der Titel der Ausstellung, die Krzysztof Juretko gestern eröffnete. Zu sehen ist sie bis zum 13. Dezember.

Wuppertal. Es sind nur wenige Striche, die wild durcheinander laufen – und doch lässt Krzysztof Juretko so beeindruckend ausdrucksstarke Portraits entstehen. Zu sehen ist jeweils Künstlerkollege Enric Rabasseda: Ein Jahr lang hat er ihn begleitet und Kohlezeichnungen angefertigt. „Ich habe ihn in seinem Atelier gezeichnet“, sagte Juretko gestern.

Ob im Profil, seitlich oder von hinten gemalt: Stets sind die Bilder getragen von einer sehr dynamischen und schnellen Strichbewegung. „Das war eine Herausforderung. Er saß nicht Modell, sonder war immer bei der Arbeit“, erklärt Juretko die Schnelligkeit in seinen Werken.

Gefühlvolle Annäherung an Enric Rabasseda

Doch gerade die ist es, die den Bilder etwas ganz Besonderes gibt. Juretko setzt auf Emotionen: „Man denkt nicht lange nach, ob der Strich da hin gehört oder nicht.“ Was der Künstler da eingefangen hat, sind tatsächlich die Gefühle, die in eben diesem Moment vorherrschten. So auch in einer Zeichnung, in der Rabasseda gerade nach unten schaut. Die Gesichtszüge sind fein, obwohl recht grob gezeichnet. Die Ausdrucksstärke ist anziehend. Von den Schultern an abwärts, läuft das Bild dann in einzelnen Strichen aus, die senkrecht den Körper andeuten. Das Wesentliche ist so in den Fokus gerückt.

Eine gefragte Schau: Gäste mussten teilweise vor der Tür warten

Bei der gestrigen Vernissage im Studio der Bergischen Kunstgenossenschaft (BKG) im Kolkmannhaus waren die Räume brechend voll. Teilweise mussten Gäste der Tür warten.

Juretko – eigentlich bekannt für seine Bilder von den sich bewegenden Tänzern des Wuppertaler Tanztheaters – ist ein Publikumsmagnet. Die Besucher zeigten sich auch begeistert von der außergewöhnlichen Hängung der Werke. Teilweise sind sie so arrangiert, dass sie übereinander gelegt eine verschachtelte Struktur ergeben, die beinah selbst zur Skulptur wird. Neben den Werken ist ein kurzer Film zu sehen, in dem Raphaela Biermann die Begegnung der beiden Künstler festgehalten hat.

» Der Film und die Zeichnungen sind bis zum 13. Dezember im BKG-Studio, Hofaue 55, jeweils samstags und sonntags von 11 bis 14 Uhr, zu erleben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer