„Linie und Farbe“: Renate Mennicke stellt bis 19. März aus.

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Renate Mennicke malt am liebsten frei aus dem Bauch heraus. „Ich liebe Farben“, sagt sie.

Renate Mennicke malt am liebsten frei aus dem Bauch heraus. „Ich liebe Farben“, sagt sie.

Uwe Schinkel

Renate Mennicke malt am liebsten frei aus dem Bauch heraus. „Ich liebe Farben“, sagt sie.

Nordstadt. Beinahe schüchtern und mit verlegenem Blick macht sie den Eindruck, als hätte sie mit so viel Interesse an ihr und ihrer Kunst gar nicht gerechnet: Doch als kurz nach Beginn der Vernissage am Freitagabend erste Interessenten auf Renate Mennicke zukommen, um eines ihrer Bilder zu kaufen, weicht jede Unsicherheit aus ihrem Gesicht. Bei Christine Ostermann in der Backstubengalerie, seit mehr als 30 Jahren der Ort in der Nordstadt für zeitgenössische Kunst, stellt sie bis zum 19. März aus.

Motive sind schlicht angedeutet, umgeben von feinen Konturen

Das, was besonders gut ankommt, ist dem Titel der Ausstellung „Linie und Farbe“ zu entnehmen: Es sind die leuchtenden Farben, die durch feine Schattierungen, weiche Farbabstufungen und zarte Verwischungen ein stimmiges Ganzes ergeben. Blumen, Windmühlen, eine Frau mit Umhang und Mütze – doch auch den Bildern mit abstrakten Motiven vermag sie auf diese Weise Leben einzuhauchen. So sind die Motive oft schlicht und großflächig angedeutet, umgeben von feinen schwarzen Konturen.

„Ich mag es, frei und aus dem Gefühl heraus zu arbeiten.“

Renate Mennicke, Künstlerin

Besucher Ulrich Schmidt hat für die besondere Wirkung der Gemälde seine eigene Erklärung: „Die meisten Bilder sind klein, auf Papier und nicht auf Leinwand gemalt, wodurch sie lockerer und lebendiger rüberkommen.“

Auch Christine Ostermann weiß die Werke von Renate Mennicke zu schätzen. „Schon vor vier Jahren hat sie zusammen mit einem anderen Künstler bei mir ausgestellt. In den aktuellen Arbeiten ist deutlich ihre Weiterentwicklung zu erkennen. Sie ist viel ausdrucksstärker geworden“, sagt die Kunstgaleristin.

Die nun in der Backstubengalerie ausgestellten Bilder sind in den vergangenen drei Jahren entstanden. Mennicke: „Das Malen ist für mich ein Ausgleich zu meiner Arbeit. Anstatt naturgetreuer, detailreicher Zeichnungen mag ich es, frei und aus dem Gefühl heraus zu malen. Ich liebe Farben.“

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