Natürlich soll es kein purer Nonsens sein, der an Silvester im Tal zu erleben ist: Der TV-Star setzt singend auf „höheren Blödsinn“.

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Ulrich Tukur ist nicht nur Schauspieler. Er tritt auch regelmäßig als Musiker auf: Am 31. Dezember musiziert er in der Historischen Stadthalle.

Ulrich Tukur ist nicht nur Schauspieler. Er tritt auch regelmäßig als Musiker auf: Am 31. Dezember musiziert er in der Historischen Stadthalle.

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Ulrich Tukur ist nicht nur Schauspieler. Er tritt auch regelmäßig als Musiker auf: Am 31. Dezember musiziert er in der Historischen Stadthalle.

Wuppertal. Gerade erst war er mit seinen Musiker-Kollegen im „Tatort“ zu sehen, an Silvester ist er live in Wuppertal zu erleben: Ulrich Tukur kommt in die Stadthalle. Am Dienstag, 31. Dezember, zeigt der „Tatort“-Star ab 17 Uhr, dass er auch auf dem musikalischen Parkett zu Hause ist.

Vor zweieinhalb Wochen lockte Tukur als LKA-Ermittler Felix Murot mehr als neun Millionen Zuschauer vor die Fernseher. „Schwindelfrei“ nannte die ARD die Folge, die im Zirkus-Milieu spielte und etwas ganz Besonderes war. Tukur ermittelte in der Manege: Der 56-Jährige durfte sich als Pianist einer Zirkuskapelle austoben – gemeinsam mit seinen Bandkollegen aus dem wahren Leben.

„Die Rhythmus Boys“ heißt die Formation, mit der Tukur seine musikalische Seite auslebt – wenn er nicht gerade vor der Kamera steht. Zwar erwartet den renommierten Schauspieler in der Stadthalle naturgemäß kein Millionen-Publikum – auf seinen Auftritt an Silvester freut er sich deshalb aber nicht weniger. Was die Zuschauer erwartet, verrät er vorab im WZ-Interview.

Herr Tukur, der Silvester-Abend ist ein ganz besonderer. Was hat den Ausschlag gegeben, ihn just in Wuppertal zu verbringen?

Ulrich Tukur: Die historische Stadthalle als Spielort hat uns gereizt, und wir waren auch schon sehr lange nicht mehr in Wuppertal zu einem Konzert mit unserer kleinen Tanzkapelle.

Ulrich Tukur wuchs in Westfalen, Hessen und Niedersachsen auf. Seine Jugend verbrachte er in der Wedemark in der Nähe von Hannover. Dort machte er auch 1977 sein Abitur und später – während eines Schüleraustausches – in Boston (USA) einen Highschool-Abschluss. Nach dem Wehrdienst studierte er Germanistik, Anglistik und Geschichte in Tübingen und arbeitete unter anderem als Musiker. Dabei wurde er für die Bühne entdeckt und begann 1980 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart eine Ausbildung zum Schauspieler. Noch zu Studienzeiten ermöglichte ihm Michael Verhoeven, erstmals in einem Film („Die weiße Rose”) mitzuspielen. Er verkörperte er den Studenten und Angehörigen des Widerstandskreises gegen die NS-Diktatur: Willi Graf. Nach dem Schauspielstudium war er an den Städtischen Bühnen Heidelberg engagiert.

Im November 2010 gab Tukur sein Debüt als „Tatort“ -Ermittler für den Hessischen Rundfunk, 2011 erhielt er dafür die Goldene Kamera als „Bester Schauspieler“. Für die Hauptrolle in dem Film „Rommel” wurde er mit dem Bambi als „Bester Schauspieler national 2012“ ausgezeichnet.
 

Ulrich Tukur ist zum zweiten Mal verheiratet und lebt seit 1999 mit seiner Frau, der Fotografin Katharina John, in Venedig. Aus seiner ersten Ehe hat er zwei Töchter: Lilli und Marlene.

Die Rhythmus Boys und Ulrich Tukur gastieren am 31. Dezember um 17 Uhr in der Stadthalle. Karten gibt es unter
wz-ticket.de
 

Was erwartet das Publikum?

Tukur: Großartige Musik, elegante Mode, herausragende Musiker – nichts wird ernst genommen. Es ist alles Varieté, Zirkus, Theater, Panoptikum und höherer Blödsinn.

Wie gut kennen Sie Wuppertal?

Tukur: Nicht sehr gut bisher, wir sind sehr gespannt auf das Publikum.

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