Neues Angebot für junge Zuschauer: Die Theaterscouts lernen, wie leicht man „schwierige“ Opern verstehen kann.

Seit dieser Spielzeit bieten die Wuppertaler Bühnen einen Treff für junge Theaterscouts an: Miriam Rösch (2.v.r.) erklärt Donata Gamber, Sophia Giebner und Lena Kutzschbach (von links) die aktuellen Stücke. Auch Führungen stehen auf dem Programm und ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen.
Seit dieser Spielzeit bieten die Wuppertaler Bühnen einen Treff für junge Theaterscouts an: Miriam Rösch (2.v.r.) erklärt Donata Gamber, Sophia Giebner und Lena Kutzschbach (von links) die aktuellen Stücke. Auch Führungen stehen auf dem Programm und ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen.

Seit dieser Spielzeit bieten die Wuppertaler Bühnen einen Treff für junge Theaterscouts an: Miriam Rösch (2.v.r.) erklärt Donata Gamber, Sophia Giebner und Lena Kutzschbach (von links) die aktuellen Stücke. Auch Führungen stehen auf dem Programm und ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen.

Gerhard Bartsch

Seit dieser Spielzeit bieten die Wuppertaler Bühnen einen Treff für junge Theaterscouts an: Miriam Rösch (2.v.r.) erklärt Donata Gamber, Sophia Giebner und Lena Kutzschbach (von links) die aktuellen Stücke. Auch Führungen stehen auf dem Programm und ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen.

Wuppertal. Ob es sich lohnt, das Stück "Ich Tasche" im kleinen Schauspielhaus anzusehen? "Ich kann es sehr empfehlen, wenn man schon mal skurrile Szenen in der Bahn erlebt hat", sagt Sophia Giebner. Und Lena Kutzschbach fügt hinzu: "Das ist echt cool und macht total Spaß."

Einmal im Monat treffen sich die Theaterscouts unter der Leitung der Theaterpädagogin Miriam Hölscher im Container am Opernhaus und sprechen über die aktuellen Stücke. "Das ist total zwanglos", betont die Theaterpädagogin.

Die Jugendlichen ab 14 Jahren können kommen oder nicht - und sich in lockerer Atmosphäre austauschen. Rund zehn Schüler stehen auf der Liste und werden per Mail eingeladen. Seit Anfang der Spielzeit gibt es das offene Angebot. "Beim ersten Treffen haben die Intendanten die Spielzeit vorgestellt", sagt Rösch. Dazu gibt es Besuche von offenen Proben, Führungen hinter die Bühne und ermäßigte Eintrittskarten für die Wuppertaler Bühnen.

"Früher ging ich ungern in Opern - das hat sich geändert."

Lena Kutzschbach

Alexander kommt gerne hierher, weil er an seiner Schule selbst einen Theatertreff für seine Mitschüler organisiert: "Man weiß dann schon, ob es sich lohnt hinzugehen." Früher etwa wäre der 16-Jährige nie auf die Idee gekommen, eine Oper anzuschauen - "alleine wegen der Sprache. Aber ,Der Liebestrank’ war lustig und gut zu verfolgen."

So fasst Miriam Rösch kurz den Inhalt der Stücke zusammen, die in den kommenden Wochen Premiere haben werden, plaudert aus dem Nähkästchen, sagt ein paar Worte zu der Art der Inszenierung oder dem Bühnenbild. "Ich würde in weniger Stücke gehen ohne den Kurs", sagt Donata Gamber.

Die Theaterscouts der Wuppertaler Bühnen treffen sich an jedem zweiten Mittwoch im Monat um 17 Uhr im Container am Opernhaus. Der nächste Termin ist der 17. März (diesmal ausnahmsweise der dritte Mittwoch). Nähere Infos gibt es bei Miriam Rösch unter der Rufnummer 563 7646.

Das Wuppertaler Taltontheater stellt für jede Vorstellung außer den Premieren zehn kostenlose Schülerfreikarten zur Verfügung. Sie können direkt beim Theater unter Telefon 24 79 860 reserviert werden.

Das Cronenberger TiC-Theater bietet ermäßigte Schüler- und Studentenkarten für alle Vorstellungen außer Premieren (Telefon 47 22 11). Für Kinder gibt es außerdem Theaterkurse.

Auch Lena Kutzschbach hat sich vom Angebot und vom Spielplan überzeugen lassen: "Früher ging ich ungern in Opern - das hat sich geändert." Meist gehen die Schüler nun in größeren Gruppen ins Theater und besorgen die Karten für den gesamten Freundeskreis. "Viele denken, das wäre so teuer - dabei ist ein Theaterbesuch so günstig wie eine Kinokarte."

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