Mua Kwang Lee zeigt ihre Werke in der Galerie Janzen.

Mua Kwang Lee malt zwischen Realität und Abstraktion.
Mua Kwang Lee malt zwischen Realität und Abstraktion.

Mua Kwang Lee malt zwischen Realität und Abstraktion.

Uwe Schinkel

Mua Kwang Lee malt zwischen Realität und Abstraktion.

Wuppertal. Die Künstlerin Mua Kwang Lee bewegt sich mit ihren Bildern auf der Grenze zwischen gegenständlicher Malerei und Abstraktion. Sie neigt mal mehr zur einen, mal mehr zu anderen Seite und bringt beide spannungsreich zusammen. Die junge Koreanerin und Wahlberlinerin studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf und wurde Meisterschülerin von Markus Lüpertz. Die Galerie Janzen im Kolkmannhaus zeigt jetzt ihre Malerei und Arbeiten auf Papier.

"Lassen Sie sich von den süffigen Farben nicht täuschen", sagt Galeristin Martina Janzen bei der Vernissage. Denn in den temperamentvollen, so frisch daher kommenden Arbeiten geht es um existentielle Fragen, um Tod, Schmerz, Angst und Leiden. So sind auf den drei Landschaftsbildern, die einen herbstlichen Wald zeigen, ein Totenschädel zu sehen und ein Affe, der auf einem am Boden liegenden Baumstamm hockt. Auf einem anderen Gemälde sitzt ein Skelett auf einem Holzstuhl. Kerzen und Spiegel als weitere Symbole der Vergänglichkeit finden sich.

Mehrfach lassen sich auch Vögel erkennen oder ihre Umrisse erahnen. Sie stehen für die Freiheit und gerade auch für die verhinderte, gestutzte Entfaltungsmöglichkeit. Verbunden werden sie oftmals auch mit Unglück und Ängsten. Vor allem auch der Affe ist ein wichtiges Symbol für die Künstlerin, gerade wegen seiner Vieldeutigkeit. So steht er in der westlichen Kunstgeschichte für Geiz, Lüsternheit und Bosheit. In Asien deutet er hingegen auf Weisheit hin und gilt als ein Schutzgott gegen das Böse.

Hintergründige Bilder sind es und voller Energie. Die üppige Farbigkeit erzielt die Künstlerin mit Eitempera, Öl und Farbpigmenten. Diese Mischung trägt sie mit dynamischem Pinselstrich in gestischer Malweise auf, teilweise wischt sie auch über die Farbe, viele Schichten entstehen. Auch die Tropfbahnen, die sich bilden, gehören dazu, denn den Entstehungsprozess will die Malerin bewusst in die Bildsprache einbeziehen.

Blickfang der Ausstellung ist das aus drei Leinwänden zusammengesetzte großformatige Gemälde "Sternennacht im Fischtal" von 2009. Diese nächtliche Seenlandschaft mit feiner Stimmung und Lichtreflexen erweist seine Reverenz zur Monet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum und zeigt eine selbstbewusste eigene Handschrift.

Die Schau ist noch bis Samstag, 20. Februar, in der Galerie Janzen im Kolkmannhaus, Hofaue 55 zu sehen. Die Galerie ist mittwochs bis freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer