Ende Januar kommt das Filmfestival „Tanzrauschen“ in die Börse. Eröffnung mit Film aus Wuppertal.

Solche ungewöhnlichen Tanzszenen funktionieren nur im Film – hier vom Athens Video Dance Project.
Solche ungewöhnlichen Tanzszenen funktionieren nur im Film – hier vom Athens Video Dance Project.

Solche ungewöhnlichen Tanzszenen funktionieren nur im Film – hier vom Athens Video Dance Project.

Die afrikanische Tanzszene ist ein Schwerpunkt des Festivals – ein Dokumentarfilm feiert in Wuppertal Deutschlandpremiere.

Naufrage, Bild 1 von 2

Solche ungewöhnlichen Tanzszenen funktionieren nur im Film – hier vom Athens Video Dance Project.

Wuppertal. Das Programm steht, der Vorverkauf läuft an, die Vorfreude auf das internationale Tanzfilmfestival „Tanzrauschen“ in Wuppertal steigt. Vom 28. bis 31. Januar bekommt das Publikum in der Börse an der Wolkenburg konzentriert zu sehen, was die innovative Gattung der Chorographie für die Leinwand oder den Bildschirm („Dance on Screen“) in Europa und darüber hinaus zu bieten hat.

Gezeigt werden Porträts ebenso wie Filmclips und Bewegungsstudien

„Es ist alles dabei vom Choreographen-Porträt bis zum Musikclip, von filmischen Kurzgeschichten bis zu ganz freien Studien über Raum und Bewegung“, berichtet Tanzrauschen-Kurator Sigurd-Christian Evers. Zu Beginn des Tanzrauschen-Festivals, am 28. und 29. Januar, treffen sich Vertreter der wichtigsten europäischen Festivals für „Dance on Screen“ zunächst zu einer Konferenz.

Ab Freitagabend, 29. Januar, sind aber dann auch Zuschauer eingeladen, sich von den unzähligen Varianten des Dialogs von Tanz und Kamera begeistern zu lassen. „Wir freuen uns besonders, dass wir unser Festival mit einem Film aus Wuppertal eröffnen können“, sagt Evers. Schließlich sei Wuppertal nicht von ungefähr Schauplatz dieser Werkschau: „Bei aller Internationalität der ,Dance on Screen’-Szene hat Wuppertal durch die Tanztheater-Tradition ein besonderes Publikum. Wir möchten die hiesige Vielfalt um den Aspekt der Choreographie für die Kamera erweitern und so die Tanzstadt stärken.“

Glücklich sei er außerdem über Programm-Highlights wie die Deutschlandpremiere des Films der renommierten französischen Dokumentarfilm-Regisseurin Marion Stalens über die zeitgenössische afrikanische Tanzkultur, und über die positive Resonanz auf die Idee des Tanzrauschen-Festivals: „Wir erwarten bis zu 50 Gäste wie Kuratoren, Choreographen und Filmemacher der wichtigsten Tanzfilm-Festivals, die alle sehr an der Entwicklung einer gemeinsamen europäischen ,Dance on Screen’-Festivalplattform interessiert sind.“

Im Looproom werden kostenlos rund um die Uhr Filme gezeigt

Zusätzlich zu den Vorführungen des Hauptprogramms läuft im „Looproom“, dem Roten Salon der Börse, an allen vier Tagen ein Nonstop-Programm von Tanzfilm-Clips der führenden europäischen Festivals und Wettbewerbe. „Der ,Looproom’ ist frei und kostenlos zugänglich“, sagt Evers, „dadurch hat jeder die Möglichkeit, reinzuschauen und Kontakt aufzunehmen mit diesem facettenreiche und schillernde Genre Tanzfilm, das in Deutschland noch relativ unbekannt ist.“

Drei Workshops am Samstag und Sonntag zu den Themen „Tanznotation als Technik zur Drehbuchentwicklung“, „Implementierung von Tanzfilmen für mobile Kommunikationsgeräte (Smartphones) durch Augmented-Reality-Tools“ und „Digitale Schnittstellen in der Tanzfilmproduktion“ richten sich an Filmemacher, Kameraleute und Choreographen, Tänzer und Gestalter gleichermaßen. Red

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer