Der Wuppertaler Maler hat mit seinen Motiven Erfolg: Sie verkaufen sich international.

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Stefan Bräuniger verkauft seine Bilder in viele Länder. Jüngst gingen zwei Gemälde an die deutsche Botschaft in Washington.

Stefan Bräuniger verkauft seine Bilder in viele Länder. Jüngst gingen zwei Gemälde an die deutsche Botschaft in Washington.

Andreas Fischer

Stefan Bräuniger verkauft seine Bilder in viele Länder. Jüngst gingen zwei Gemälde an die deutsche Botschaft in Washington.

Wuppertal. Erst kamen Zitronen und Rosen, dann Kürbisse und Trauben - jetzt konzentriert sich Stefan Bräuniger auf Brombeeren und Wicken. Der Wuppertaler Maler stellt großformatige Früchte und Blüten in den Mittelpunkt seiner Öl-Bilder. Dick hängen die schwarz glänzenden Brombeeren vor ein paar Blättern an ihrem Dornzweig, anmutig schlängeln sich die Wicken durchs Bild, das immer nur einen Ausschnitt zeigt. "Früher habe ich alles Mögliche gemalt. Zu den Früchten und Blüten bin ich aus praktischen Erwägungen gekommen: Sie stehen gut zur Verfügung", sagt Bräuniger.

"Zu den Früchten und Blüten bin ich aus praktischen Erwägungen gekommen: Sie stehen gut zur Verfügung."

Stefan Bräuniger, Maler

Schließlich malt er ununterbrochen in seinem Atelier an der Wiescherstraße: Rund drei bis vier Wochen arbeitet er an einem Bild. Bis zu Beginn der Wirtschaftskrise wurden ihm diese stets sofort aus den Händen gerissen. "Ich habe selten in Wuppertal ausgestellt, weil ich einfach keine Bilder übrig hatte."

Die künstlerische Karriere des Grafik-Designers hatte begonnen, als er 1988 Bilder im Wuppertaler Bistro "Lounge" am Deweert’schen Garten zeigte. Ein Galerist aus Mallorca sah sie und nahm Bräuniger auf. Dort wiederum entdeckte jemand aus der Münchener Galerie von Braunbehrens den Wuppertaler, und vertritt ihn seitdem.

Der 52-Jährige stellte in Seoul, Palmbeach und Madrid aus und präsentierte seine Werke auf der Art Cologne, der Art Karlsruhe, Kunst Zürich und Art Fair. Drei seiner neuesten Bilder prangen nun an einem besonderen Platz: Sie wurden vom Auswärtigen Amt (AA) für die Botschaft in Washington gekauft. "Das kam für mich auch überraschend."

Eine Dame des AA suchte auf der Art Fair in Köln nach geeigneten Werken. Obwohl Bräuniger dort gar nicht ausstellte, vermittelte seine Galerie den Kontakt. "Beim ersten Bild - den dunkelroten Wicken - stellte sich dann heraus, dass sie nicht zu den Stoffen in Washington passten. Die haben sogar extra ein Stoffmuster geschickt und das Bild dann trotzdem genommen."

Ab dem 12. Mai sind Werke von Stefan Bräuniger wieder mal in Wuppertal zu sehen - in der Stadtsparkasse am Islandufer. Die Vernissage beginnt um 19.30 Uhr.

Mit dem letzten Rest des Vorjahres-Etats kaufte das AA Ende Dezember das Bild, und Anfang Januar dann noch die "Schlehen III" und "Brombeeren VI". Die Bilder sind 80 bis 105 Zentimeter hoch und teils quadratisch, teils im Querformat. Für jedes bezahlte das Amt eine vierstellige Summe. Nach diesem Erfolg ist Stefan Bräuniger sofort wieder aktiv: Ab Mai sind seine nach Fotos abgemalten Früchte und Blumen auch in der Wuppertaler Sparkasse zu sehen.

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