Mädchenkurrende und Musiker überzeugen beim Adventskonzert zum 15-jährigen Bestehen in der Friedhofskirche.

Mädchenkurrende und Musiker überzeugen beim Adventskonzert zum 15-jährigen Bestehen in der Friedhofskirche.
15 Jahre nach der Gründung ist die Mädchenkurrende zu einer festen Institution geworden.

15 Jahre nach der Gründung ist die Mädchenkurrende zu einer festen Institution geworden.

Andreas Fischer

15 Jahre nach der Gründung ist die Mädchenkurrende zu einer festen Institution geworden.

Elberfeld. Obwohl die Elberfelder Mädchenkurrende beim diesjährigen Landeschorwettbewerb in Dortmund einen „hervorragenden Erfolg“ erwarb, stand die Teilnahme am Bundeschorwettbewerb noch nicht fest. Vor ein paar Tagen ist die Entscheidung gefallen: Sie darf nächstes Jahr im Mai in Freiburg mitmachen. Am Vorabend des ersten Advents war also die Freude groß, als sie ihr Advents- und Weihnachtskonzert gab. Damit feierte sie überdies ihr 15-jähriges Bestehen.

Was im Jahr 2002 ganz klein angefangen hatte, ist mittlerweile zu einer wirklichen Wuppertaler Institution geworden. Davon zeugte der große Publikumszuspruch in der Friedhofskirche. Und man kam voll auf seine Kosten. Denn der Konzertchor glänzte in unterschiedlicher Zusammenstellung mit ausgezeichneten Gesängen.

Geboten wurden Werke vom Mittelalter bis zum vergangenen Jahrhundert, mit denen die rund 40 Kurrendanerinnen gehaltvoll den Advent einläuteten.

Eine saubere Intonation boten der Chor, ein 12-köpfiges Ensemble und Gesangssolistinnen a cappella. Unter Angelika Küppers umsichtigem und präzisem Dirigat erklangen so etwa „O Heiland, reiß die Himmel auf“, „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Vom Himmel hoch“ sehr harmonisch.

Genauso fein abgestuft und unverkrampft selbst in den hohen Gesangslagen kamen auch „Macht hoch die Tür“, „Veni Domine“ von Felix Mendelssohn Bartholdy oder Alexander Ecklebes „Machet die Tore weit“ vom Altarraum.

Nachwuchsharfenistin Liv Hansen begeisterte die Zuhörer

Dabei konnten sich stets alle Sängerinnen auf ein solides Basso continuo verlassen. Zuständig dafür waren Cellistin Bettina Baumann und Dietrich Modersohn am Orgelpositiv dank ihrer mitatmenden Begleitung.

Adäquat klangfarbenreich gestaltete außerdem Modersohn an der großen Sauer-Orgel zwei Choralvorspiele („Nun kommt der Heiden Heiland“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“) von Johann Sebastian Bach.

Liv Hansen begeisterte als Nachwuchsharfenistin. Bereits große Virtuosität, eine feine Gestaltung von Dynamiken und hohe Musikalität demonstrierte sie anhand des „Impromptu - Caprice“ op. 9 aus der Feder von Gabriel Pierné. Perfekt begleitete sie ferner die Mädchenkurrende bei Stücken von Benjamin Britten, Girolamo Kapsberger und John Rutter.

Als schließlich der letzte Ton der Zugabe - „Angel’s Carol“ von John Rutter – verklungen war, gab es wohl niemanden, der nicht in friedvoller Adventsstimmung von dannen zog.

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