Passende Töne zur Adventszeit: Die Sax-for-Fun-Musiker stimmten in der Immanuelskirche auf Weihnachten ein.

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Thomas Voigt leitet das Wuppertaler Saxophonorchester.

Thomas Voigt leitet das Wuppertaler Saxophonorchester.

Uwe Schinkel

Thomas Voigt leitet das Wuppertaler Saxophonorchester.

Wuppertal. "Swingend wollen wir Sie heute Abend auf die beginnende Advents- und Weihnachtszeit einstimmen", hatte Thomas Voigt im Programmheft angekündigt. Und was der Leiter der schon lange über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Sax-for-Fun-Formationen verspricht, das hält er.

Wolfgang Schmidtkes Komposition lieferte Diskussionsstoff

Nach den romantischen und barocken Weihnachtskonzerten der Vorjahre stand in der Immanuelskirche nun also alles im Zeichen des Swing. Und das Publikum war von der ersten Note an begeistert: Das Haus war restlos ausverkauft, auch die Honorationen der Stadt hatten sich eingefunden.

"In der Pause fragten wir uns ein bisschen bange, ob wir das wohl noch übertreffen könnten", sagte Voigt später. Seine Saxophonspieler konnten. "Die Grundidee des Konzerts war, zwei Bereiche, die so nichts miteinander zu tun haben, miteinander zu kombinieren", erklärte der Sax-for-Fun-Leiter.

Ein Aspekt dieser Fusion war es, den Jazzer Wolfgang Schmidtke ins Boot zu holen. Neben musikalischen Hochkarätern wie Robert Boden, Simon Bull und Markus Wehner sorgte Schmidtke für ein besonderes Glanzlicht. Er hatte extra etwas für das Saxophonorchester komponiert. "Ein schwerer Brocken", wie Voigt bekannte. "Wir haben ein halbes Jahr lang intensiv geprobt."

Das Ergebnis begeisterte - die Zuhörer spendeten der Komposition "Attya" viel Applaus. Wobei nach Konzertende - gemeinsam hatte man "Vom Himmel hoch" gesungen - herauskam, dass die Meinungen über Schmidtkes Komposition, eine Variation von "All the Things you are", daher das Kürzel "Attya", zwischen Bewunderung und Unverständnis lagen und für angeregte Gespräche sorgten.

Anfänger finden in den Formationen des großen Wuppertaler Saxophonorchesters ebenso eine Heimat wie fortgeschrittene Spieler. Immer wieder finden sich auch Gleichgesinnte, die in den verschiedensten Kammerensembles gemeinsam im kleineren Kreis Musik machen.

Dass die Kinderformation Concertino unter Melanie Ankers einfühlsam-konzentrierter Leitung mit Swing-Versionen gefiel ("Morgen kommt der Weihnachtsmann"), war als weiterer Pluspunkt zu verzeichnen.

Wettkampf am Saxophon: Improvisation zur Weihnachtszeit

Und der "Saxophon-Wettkampf", bei dem die Tenor-Saxophone beim Medley rund um "Rudolph, the red nosed Reindeer" zeigten, was Improvisation sein kann, begeisterte ebenso. Zufrieden verließen die Konzertbesucher die Immanuelskirche - glücklich und leichten Schrittes vorweihnachtlich swingend. Nähere Infos zum Ensemble gibt es im Netz unter www.saxforfun.wtal.de

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