Versionale 2010: Der Wuppertaler nimmt morgen an einem internationalen Wettbewerb teil.

Jens Kalkhorst ist nicht nur Regisseur, sondern auch Schauspieler: In seiner aktuellen Produktion („Traumfrau verzweifelt gesucht“) hat er Angela del Vecchio an seiner Seite. Das Stück ist am 11. November im Leo-Theater zu sehen.
Jens Kalkhorst ist nicht nur Regisseur, sondern auch Schauspieler: In seiner aktuellen Produktion („Traumfrau verzweifelt gesucht“) hat er Angela del Vecchio an seiner Seite. Das Stück ist am 11. November im Leo-Theater zu sehen.

Jens Kalkhorst ist nicht nur Regisseur, sondern auch Schauspieler: In seiner aktuellen Produktion („Traumfrau verzweifelt gesucht“) hat er Angela del Vecchio an seiner Seite. Das Stück ist am 11. November im Leo-Theater zu sehen.

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Jens Kalkhorst ist nicht nur Regisseur, sondern auch Schauspieler: In seiner aktuellen Produktion („Traumfrau verzweifelt gesucht“) hat er Angela del Vecchio an seiner Seite. Das Stück ist am 11. November im Leo-Theater zu sehen.

Wuppertal. Ein Theatertext lebt von der Umsetzung auf der Bühne. Und Jens Kalkhorst lebt fürs Theater. Da passt es also bestens, dass der Regisseur zur "Versionale" eingeladen wurde. Das internationale Regie-Festival ist eine Herausforderung, bei der die Uhr tickt, wie der Wuppertaler erklärt: "Jedes Ensemble beziehungsweise jeder Regisseur hat 18 Minuten Zeit, seine Version eines fest vorgegebenen Textes zu präsentieren."

"Ein Sommernachtstraum": Wer zeigt die beste Shakespeare-Version?

In diesem Jahr soll "Ein Sommernachtstraum" wahr werden - und das nicht nur an einer einzigen Stelle, sondern deutschlandweit: an sechs verschiedenen Orten. In Leipzig und Dresden haben die besten Shakespeare-Versionen bereits ihr Publikum gefunden. Die nächsten Entscheidungen fallen in Essen, Trier, Hamburg und Berlin.

Wie es dann weiter geht? "Mit etwas Glück wären wir bei der deutschen Endausscheidung in Leipzig dabei und mit noch mehr Glück in der Finalrunde in Trient", erklärt Kalkhorst, der schon von Italien träumt.

Erst einmal zieht es den 35-Jährigen aber ins Ruhrgebiet. Dort könnte sich sein Taltontheater für die nächste Runde qualifizieren. Zehn Regisseure stellen sich allein in Essen dem Wettbewerb. Kalkhorst ist morgen an der Reihe - er möchte mit einer Version punkten, die seinen Regie-Stil unterstreicht: "Ich inszeniere nicht konservativ, vermeide jedoch neue, überzogene Interpretationen."

Wer das Taltontheater kennt, weiß, dass neben den Darstellern auch noch etwas ganz anderes eine zentrale Rolle spielt: die Musik. "Sie eröffnet die Möglichkeit einer dritten Ebene, die den Zuschauer noch direkter erreicht als das gespielte und gesprochene Wort", wie Kalkhorst betont.

Es wird gruselig: "Dracula" kommt ins Kleine Schauspielhaus

Kein Wettbewerb ohne Jury - so auch bei der "Versionale 2010". Jeweils vier Juroren entscheiden, welche Version aus ihrer Sicht die beste ist. Auch die Zuschauer sind stimmberechtigt - sie vergeben einen Publikumspreis. Wer ihn erhält, ist ebenfalls für die nächste Runde qualifiziert.

er Gesamtsieger wird im Dezember beim großen Finale in Italien gekürt und entsprechend belohnt. "Der Hauptpreis ist entweder ein höherer - nicht bezifferter - Geldbetrag oder eine Regie-Arbeit an einem renommierten Haus", wie Kalkhorst erklärt.

In Essen ist das Festival am 5. und 6. November jeweils um 20 Uhr auf der Rü-Bühne, Girardetstraße 2-38, zu erleben. Morgen stellt unter anderem das Wuppertaler Taltontheater seine Shakespeare-Version vor.

Die aktuelle Produktion des Taltontheaters ist am Donnerstag, 11. November, im Leo-Theater, In der Fleute 100, zu sehen. Um 20 Uhr heißt es dann: "Traumfrau verzweifelt gesucht". Karten und nähere Infos zur Single-Komödie gibt es im Netz.

Die neue Inszenierung feiert am Samstag, 20. November, um 20 Uhr Premiere im Kleinen Schauspielhaus. Auch am Sonntag, 21. November, wird es gruselig: Dann hebt sich bereits um 18 Uhr der Vorhang für "Dracula". Karten für das Gastspiel an der Kluse können unter der Rufnummer 569 4444 bestellt werden.

Das Publikum darf also gespannt sein. Auch der Regisseur ist es. Er fiebert dem Sommernachtstraum hoffnungsfroh entgegen und vertraut auf die Unterstützung aus seiner Heimatstadt: "Wer morgen in Essen nicht live dabei sein kann, drückt uns hoffentlich die Daumen."

Unabhängig davon, wie der Wettbewerb in Essen endet, steht eines bereits fest: Für Jens Kalkhorst geht es gruselig weiter. Denn das nächste Stück, das er im Tal präsentiert, ist "Dracula". Die Schauergeschichte nach dem Roman von Bram Stoker feiert am 20. November Premiere im Kleinen Schauspielhaus.

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