Das Literaturhaus setzt auf bewährte, aber auch auf neue Kooperationen.

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Dietmar Bär (rechts), einst an den Wuppertaler Bühnen engagiert, ist vor allem als „Tatort“-Ermittler bekannt: Der 51-Jährige – hier in einer Drehpause mit seinem Kollegen Klaus J. Behrendt spielt – in Köln den Kommissar Freddy Schenk. In Wuppertal liest er: Im Frühjahr kommt er in den Skulpturenpark.

Dietmar Bär (rechts), einst an den Wuppertaler Bühnen engagiert, ist vor allem als „Tatort“-Ermittler bekannt: Der 51-Jährige – hier in einer Drehpause mit seinem Kollegen Klaus J. Behrendt spielt – in Köln den Kommissar Freddy Schenk. In Wuppertal liest er: Im Frühjahr kommt er in den Skulpturenpark.

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Dietmar Bär (rechts), einst an den Wuppertaler Bühnen engagiert, ist vor allem als „Tatort“-Ermittler bekannt: Der 51-Jährige – hier in einer Drehpause mit seinem Kollegen Klaus J. Behrendt spielt – in Köln den Kommissar Freddy Schenk. In Wuppertal liest er: Im Frühjahr kommt er in den Skulpturenpark.

Elberfeld. Das Literaturhaus erlebt eine Premiere: Erstmals plant der Verein eine Zusammenarbeit mit dem Skulpturenpark Waldfrieden. Die Kooperation hat zwei prominente Unterstützer: Mit Mechthild Großmann und Dietmar Bär kommen gleich zwei TV-bekannte Schauspieler in Tony Craggs Kunst-Park. Einer der beiden Termine steht bereits fest: Mechthild Großmann („Tatort Münster“) stellt am Freitag, 29. Juni, um 19.30 Uhr Erzählungen der nigerianischen Autorin Sefi Atta vor, „die zu den originellsten und außergewöhnlich talentierten Autoren Afrikas zählt“, wie Anne Linsel betont. Die 1. Vorsitzende des Literaturhaus-Vereins freut sich schon jetzt auf Großmanns Einsatz im Skulpturenpark – aus gutem Anlass: Im April werde an der Hirschstraße eine Ausstellung mit afrikanischer Kunst eröffnet.

Preisträger aus Hagen und Prominente aus Wuppertal

Und weil Wuppertal einen weiteren „Tatort“-Ermittler zu bieten hat, gibt sich auch ein anderer Kommissar die Ehre: Dietmar Bär („Tatort Köln“), der in früheren Jahren im Wuppertaler Schauspielhaus engagiert war, „wird im April oder Mai ebenfalls im Skulpturenpark lesen“, wie Linsel verrät. Der konkrete Termin werde bekanntgegeben, sobald er unter Dach und Fach sei. Da der viel Beschäftigte ein Leben zwischen Theaterproben, Bühnen-Auftritten und Drehtagen führt, wird die Lesung im Park „relativ kurzfristig“ anberaumt. Dass Bär lese, sei aber sicher.

Neben den Auftritten der „Tatort“-Stars verspricht das neue Literaturhaus-Programm ausgezeichnete Lyrik. Schließlich schreiben die Hüter gepflegter Worte Kooperationen nach wie vor groß. So gibt es im aktuellen Halbjahr nicht zuletzt einen Schulterschluss mit Hagen. „Wir arbeiten mit dem dortigen Kulturbüro zusammen und stellen die Ernst-Meister-Lyrikpreisträgerin von 2011, Marion Poschmann, vor“, erklärt Linsel. Aber nicht nur Poschmann stellt sich am 17. April an der Friedrich-Engels-Allee vor – auch die beiden Förderpreisträger Daniela Seel und Jan Skudlarek nehmen Kurs auf das Literaturhaus.

Wuppertaler kommen ebenfalls zu Wort: Karla Schneider liest aus ihrem unveröffentlichten Roman „Die Schreibmaschine“, Dorothea Müller setzt auf „Zwischentöne“, Wolf Wedel stellt seinen „Deutschlandhymnus“ vor. SPD-Landtagsabgeordneter Andreas Bialas wiederum will am 8. Mai in der Reihe „Prominente Wuppertaler lesen Texte ihrer Wahl“ Texte „passend zum Datum“ präsentieren.

Literaturbiennale: Im Juni wird über „Freiheit“ diskutiert

Während die „Kunsthochdrei“- Reihe mit bewährten Partnern – mit der Musikhochschule und dem Von der Heydt-Museum – fortgesetzt wird (die WZ berichtete), steht im Juni ein ganz besonderes Ereignis an: Wuppertal feiert eine „Literaturbiennale“ zum Thema „Freiheit“. Auch das Literaturhaus beteiligt sich: Im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas treffen die polnischen Autoren Darius Muszer und Artur Becker auf den Wuppertaler Schriftsteller Michael Zeller. Das Trio liest und diskutiert – im Namen der Freiheit, die am Sonntag, 10. Juni, ab 11.30 Uhr an der Hünefeldstraße 54a zur Debatte steht.

27.3.2012  Eine Münchnerin in Wuppertal: „Seltsame Vögel fliegen vorbei“ heißt der Roman, in dem Keto von Waberer von ihrer Kindheit im Nachkriegsdeutschland erzählt. Es ist die Welt der 50er und 60er Jahre, gesehen durch die Augen eines lebens-hungrigen Mädchens. Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr im Literaturhaus an der Friedrich-Engels-Allee 83.
17.4.2012 Drei ausgezeichnete Künstler lesen aus ihren Werken: Marion Poschmann (Ernst-Meister-Lyrik-Preis 2011), Daniela Seel (Thalia-Förderpreis 2011) und Jan Skudlarek (Westfälischer Förderpreis 2011) treten um 19.30 Uhr als Trio auf.
24.4.2012 Karla Schneider wurde in Dresden geboren, lebt aber seit 1979 in Wuppertal. Seit 1989 schreibt sie Romane und Kinderbücher. Um 19.30 Uhr präsentiert sie „Die Schreibmaschine“.
8.5.2012 Andreas Bialas (SPD) ist im Literaturhaus Gast der Reihe „Prominente Wuppertaler lesen aus ihren Lieblingsbüchern“.
22.5.2012 Die Wuppertaler Autoren Dorothea Müller und Wolf von Wedel lesen um 19.30 Uhr an der Friedrich-Engels-Allee.
30.5.2012 Jürgen Link stellt um 19.30 Uhr seinen Roman „Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee“ vor.

www.literaturhaus-wuppertal.de

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