Ein dunkler Raum und erhellende Kommentare: Zeitgenössische Musik begeistert die Gäste im Skulpturenpark.

Die Ausstellungshalle wurde zur Konzertbühne: Florence Millet spielte am Samstagabend an der Hirschstraße. Nähere Infos zu Tony Craggs Skulpturenpark gibt es unter Telefon 47 89 81 20.
Die Ausstellungshalle wurde zur Konzertbühne: Florence Millet spielte am Samstagabend an der Hirschstraße. Nähere Infos zu Tony Craggs Skulpturenpark gibt es unter Telefon 47 89 81 20.

Die Ausstellungshalle wurde zur Konzertbühne: Florence Millet spielte am Samstagabend an der Hirschstraße. Nähere Infos zu Tony Craggs Skulpturenpark gibt es unter Telefon 47 89 81 20.

Uwe Schinkel

Die Ausstellungshalle wurde zur Konzertbühne: Florence Millet spielte am Samstagabend an der Hirschstraße. Nähere Infos zu Tony Craggs Skulpturenpark gibt es unter Telefon 47 89 81 20.

Wuppertal. Zeitgenössische Musik ist nicht unbedingt leichte Kost. Dennoch war der gläserne Pavillon im Skulpturenpark Waldfrieden am Samstagabend erneut voll besetzt, als das Team der Konzertreihe „Tonleiter“ das erstes Konzert im neuen Jahr gab.

„Ich glaube, dass jeder Klassikfan auch einen Zugang zur zeitgenössischen Musik finden kann“, sagt Gerald Hacke, Klarinettist und künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe. „Man muss nur offen sein.“

„Es ist ein verrücktes Werk und für uns Musiker eine Heraus- forderung.“

Gerald Hacke, Klarinettist, über das „Quartett auf das Ende der Zeit“

Der Abend steht ganz im Zeichen Olivier Messiaens. Hacke und Pianistin Florence Millet führen durch den ersten Teil: Drei Stücke verschiedener Komponisten stehen auf dem Programm, jedes eine Hommage an Messiaen.

Während seiner Kriegsgefangenschaft schrieb der Komponist das „Quartett auf das Ende der Zeit“. „Es ist ein verrücktes Werk und für uns Musiker eine echte Herausforderung“, so Hacke. „Aber es ist auch ein ganz besonderes Stück.“ Die Begeisterung der Musiker überträgt sich auf das Publikum.

Im zweiten Teil des Konzerts wird das Licht gedimmt und das in Dunkelheit gehüllte Publikum gefesselt von Messiaens Quartett. Jeder neue Satz eröffnet dem Zuschauer neue Klangwelten. Während einer langen ruhigen Passage wagen die Zuschauer kaum zu atmen.

Laute Klarinettentöne zerschneiden die gespannte Stille. Erst nachdem Hacke die Klarinette abgesetzt hat, geht eine Regung durch die Reihen.

Von übermütigem Vogelzwitschern geht es über schmerzvolle Mollklänge weiter. Als das Ende der Zeit schließlich mit einem langen hohen Violinton verhallt, dauert es einen Moment, bevor die Musik von Messiaen das Publikum aus ihrem Bann entlässt. Dann bricht begeisterter Applaus aus.

„Ich bin nicht so vertraut mit zeitgenössischer Musik, aber das Quartett hat mich sehr berührt“, sagt Ingrid Meier nach der Vorstellung. Peter Jochem stimmt ihr zu: „Natürlich ist das schwieriger Stoff. Man muss offen dafür sein. Aber das war heute wirklich großartig.“

„Dieser große Saal sorgt für eine tolle Akustik.“

Dagmar Dittmar, Zuhörerin

Elinka Ernst ist zum ersten Mal Gast bei einem „Tonleiter“-Konzert. „Ich finde es sehr hilfreich, dass die Musiker eine Einführung zu den Stücken geben, so findet man besser den Einstieg.“

Dagmar Dittmar ist auch von der Location begeistert: „Dieser große Saal sorgt für eine tolle Akustik und so ganz im Dunkeln wirkt die Musik hervorragend.“ Hacke genießt den gelungenen Abend: „Wir freuen uns immer, wenn wir die Menschen mit dieser schwierigen Musik erreichen können. Dieses Quartett lebt von seiner Atmosphäre – und die war heute einfach hervorragend.“

» Das nächste „Tonleiter“-Konzert findet am 22. Februar, 19 Uhr, statt.

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer