Was die Spielzeit 2014/2015 bringt, wird erst in einigen Wochen vorgestellt. Doch Peter Jung verrät jetzt schon erste Details.

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Wie geht es in der neuen Saison weiter in der Oper? Es bleibt spannend. „Die Fledermaus“ ist am 16. Februar, 18 Uhr, im Opernhaus zu erleben.

Wie geht es in der neuen Saison weiter in der Oper? Es bleibt spannend. „Die Fledermaus“ ist am 16. Februar, 18 Uhr, im Opernhaus zu erleben.

Uwe Stratmann

Wie geht es in der neuen Saison weiter in der Oper? Es bleibt spannend. „Die Fledermaus“ ist am 16. Februar, 18 Uhr, im Opernhaus zu erleben.

Wuppertal. Geheimstufe eins im Theater: Nichts wird an Bühnen so gut gehütet wie ein Spielplan, der noch nicht offiziell geworden ist. Und auch in Wuppertal gilt: Vor Frühjahr lässt sich kein Intendant in die Karten schauen.

„Ich habe noch keinen Intendanten gesehen, der eine Saison – künstlerisch wie finanziell gesehen – so akribisch plant wie Toshiyuki Kamioka.“

Peter Jung, Oberbürgermeister

So ist es auch nicht der designierte Opern-Chef Toshiyuki Kamioka, sondern Opern-Fan und Oberbürgermeister Peter Jung, der auf WZ-Nachfrage zumindest erste Details verrät. So wird es in diesem Jahr voraussichtlich zwei Spielplanvorstellungen geben: Noch im ersten Quartal soll Kamioka seine Pläne offenlegen, danach ist die angehende Schauspiel-Intendantin Susanne Abbrederis an der Reihe. Kamiokas Pläne, so klingt es an, scheinen bereits fester gezurrt zu sein als die seiner Kollegin.

„Es wird eine Abdeckung des Opernrepertoires geben, wie sie es in Wuppertal lange nicht gegeben hat. Es wird eine sehr spannende Spielzeit werden“, verspricht Jung, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Wuppertaler Bühnen ist. „Ich habe noch keinen Intendanten gesehen, der eine Saison – künstlerisch wie finanziell gesehen – so akribisch plant wie Toshiyuki Kamioka.“

Das klingt nicht nur nach einer Hommage, das dürfte vor allem auch eine Antwort auf alle lauten Rufer sein, die sich skeptisch gezeigt hatten, als bekannt geworden war, dass der derzeitige Chef-Dirigent der Sinfoniker im Sommer 2014 zum Opern-Intendanten aufsteigt – Kamioka ist auf dem Konzertparkett zwar Publikumsliebling, hat aber keine Intendantenerfahrung.

Kamioka selbst hatte in einem WZ-Interview erklärt, nicht per se Regie-Absichten zu haben: „Man möchte als Dirigent immer gerne inszenieren. Ob ich das in die Tat umsetze, weiß ich aber noch nicht – es könnte sein. Ich bräuchte dafür aber Zeit.“

Jung betont, dass Kamioka alle Produktionen, die er selbst dirigiere, nicht nach der Premiere in fremde Hände geben wolle: „Stücke, die er selbst zur Premiere bringt, wird er durchgängig dirigieren. Das gilt auch für namhafte Gast-Dirigenten, die er verpflichten möchte. Jeder wird seine Produktionen dauerhaft betreuen.“ Rund sechs Premieren seien geplant, so Jung. Dazu gebe es Wiederaufnahmen. Das heißt: Einige aktuelle Stücke werden weiterhin gespielt werden.

Wie viele Gastkünstler und wie viele Ensemblemitglieder es geben wird – das hingegen möchte auch Jung nicht vor dem offiziellen Akt verraten.

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