Drei Kreative haben keinen Etat, aber viele Pläne.

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Planen ein Theaterprojekt: Steffen Schneider, Christine Papersack und Andreas Hahn (von links).

Planen ein Theaterprojekt: Steffen Schneider, Christine Papersack und Andreas Hahn (von links).

Andreas Fischer

Planen ein Theaterprojekt: Steffen Schneider, Christine Papersack und Andreas Hahn (von links).

Wuppertal. Vier Krimis hat Andreas Hahn geschrieben, einen davon unter dem Titel "Dschihad" im Selbstverlag veröffentlicht, Kurzgeschichten und Theaterstücke verfasst und die Mischform des "Hörspielbuchs" geschaffen. Das erste davon sei "richtig schlecht", befindet der Wuppertaler und hält es unter Verschluss, das zweite nimmt er gerade auf.

Auf Druck seiner Freunde wagt er sich jetzt dennoch mit einem Projekt an die Öffentlichkeit: "Tag der Gerechtigkeit" heißt ein Theaterstück von ihm, das den Untertitel "Ein Stück für harte Gemüter" trägt. Hahn warnt: "Wer zart besaitet ist, könnte ins Schwimmen geraten."

Die Geschichte: Anna entführt den Mann, der sie vergewaltigt hat, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in einen Tunnel und foltert ihn. "Als Zuschauer weiß man am Ende nicht, ob es richtig ist, Rache zu nehmen", sagt Christine Pepersack. Die Studentin der Theaterwissenschaft, die in Velbert seit zehn Jahren in einer Laienspielgruppe auftritt, führt Regie beim Null-Etat-Theaterprojekt. "Das ist eine gute Möglichkeit, etwas Größeres zu machen", freut sie sich. Mit im Team ist auch Steffen Schneider, Inhaber der Galerie Blickfang, der als Kulturorganisator Projekte aller Art vermitteln will.

Wer mitmachen möchte, kann morgen vorsprechen

Jetzt sucht das Trio zehn Schauspieler ab 25 Jahren, die ohne Gage bei der Inszenierung mitwirken wollen. "Sie sollten ein bisschen Schauspiel-Erfahrung mitbringen", sagt Pepersack und hofft auch auf einige ausgebildete Schauspieler. Die Probenzeiten sollen sich nach den Wünschen der Schauspieler richten, einen Probenraum gibt es noch nicht.

Aufführungen sind für Ende August, spätestens Anfang September geplant. "Am schönsten wäre es, wenn wir in einem Tunnel spielen könnten", schwärmt Hahn. "Ich will eine Atmosphäre haben, in der es stockdunkel ist."

Das Vorsprechen findet morgen von 11 bis 13 Uhr statt. Treffpunkt sind die ehemaligen Trans-Globe-Räume an der Hochstraße 65. Bewerber sollen ein Porträt- und ein Ganzkörperfoto sowie eine Vita mitbringen und einen ernsten Monolog vorbereiten. Nähere Infos gibt es bei der Galerie Blickfang (post@galerie-blickfang.de).

Andreas Hahn hat den Krimi "Dschihad" bei Books on Demand 2006 herausgebracht. Darin geht es um eine brennende Moschee in Wuppertal und ein Komplott, das die innere Sicherheit in Deutschland gefährdet.

Doch um solche organisatorischen Details möchte er sich erst kümmern, wenn sein Ensemble feststeht. Morgen findet dazu ein Vorsprechen in den Räumen eines befreundeten Kicker-Clubs statt.

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