Gerald Hacke verspricht einen ganz besonderen Abend: Ein „Tonleiter“-Konzert im Skulpturenpark feiert Olivier Messiaen.

Gerald Hacke (Klarinette) und Florence Millet (Klavier) – hier beim letzten „Tonleiter“-Konzert im November 2013 – spielen am 11. Januar wieder im Skulpturenpark. Hacke ist Klarinettist im Sinfonieorchester Wuppertal.
Gerald Hacke (Klarinette) und Florence Millet (Klavier) – hier beim letzten „Tonleiter“-Konzert im November 2013 – spielen am 11. Januar wieder im Skulpturenpark. Hacke ist Klarinettist im Sinfonieorchester Wuppertal.

Gerald Hacke (Klarinette) und Florence Millet (Klavier) – hier beim letzten „Tonleiter“-Konzert im November 2013 – spielen am 11. Januar wieder im Skulpturenpark. Hacke ist Klarinettist im Sinfonieorchester Wuppertal.

Andreas Fischer

Gerald Hacke (Klarinette) und Florence Millet (Klavier) – hier beim letzten „Tonleiter“-Konzert im November 2013 – spielen am 11. Januar wieder im Skulpturenpark. Hacke ist Klarinettist im Sinfonieorchester Wuppertal.

Herr Hacke, Sie sind künstlerischer Leiter der „Tonleiter“-Reihe. Das nächste Konzert, das am 11. Januar in Tony Craggs Skulpturenpark über die Bühne geht, trägt einen Titel, der – in Anlehnung an Olivier Messiaen – „Kaskaden von blau-orangenen Akkorden“ verspricht. Was erwartet das Publikum?

Gerald Hacke: Messiaen bezeichnete sich selbst als Synästhetiker. Er nahm beim Komponieren unterschiedliche Klänge als differenzierte Farbkombinationen wahr. Als er 1941 als Kriegsgefangener das Quartett auf das Ende der Zeit schrieb, litt er bei grimmiger Kälte unter ständigem Hunger und hatte deswegen lebhafte Farbträume. Er beschrieb die Musik seines Quartetts unter anderem mit Kaskaden von blau-orangenen Akkorden. Das Publikum erwartet ein Konzert, das ganz im Zeichen der Musik von Messiaen steht. Das Quartett ist ein Meilenstein der Kammermusik-Literatur des 20. Jahrhunderts und für jeden Zuhörer ungemein bewegend.

Die Konzertreihe erfreut sich wachsender Beliebtheit. Wie erklären Sie sich den Erfolg?

Hacke: Zunächst einmal freue ich mich, dass sich eine Konzertreihe für zeitgenössische Musik in diesem Maße etabliert hat. Zu der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts findet man nicht immer im gleichen Maße Zugang wie zu anderer Musik. Auch wenn bei vielen Werken die Musik für sich spricht, gibt es darüber hinaus noch viel mehr zu entdecken, wenn man etwas über den Komponisten, seine Inspiration und seine musikalische Sprache erfährt. Das geht uns Musikern genauso. Deswegen versuchen wir immer wieder, dem Publikum auch davon etwas zu vermitteln. Neugier ist alles!

„Ich kenne kaum ein emotionaleres Kammermusikwerk.“

Gerald Hacke über sein Lieblingsstück von Olivier Messiaen.

Auf welches Werk freuen Sie sich persönlich am meisten?

Hacke: Am Ende von Messiaens achtsätzigem Quartett für Violine, Klarinette, Cello und Klavier steht ein Duo für Violine und Klavier. Ich kenne kaum ein emotionaleres Kammermusikwerk. Nach 50 Minuten zum Teil sehr kraftvoller Musik sitze ich als Klarinettist auf der Bühne und genieße die letzten Minuten des eigenen Konzerts gewissermaßen als Zuhörer. Das ist für mich immer einer der bewegendsten Momente.

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