Die große Biedermeier-Schau lockte nur wenige Besucher in die Museen.

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Nett präsentiert, kaum beachtet: das Antlitz der Historie.

Nett präsentiert, kaum beachtet: das Antlitz der Historie.

Andreas Fischer

Nett präsentiert, kaum beachtet: das Antlitz der Historie.

Wuppertal. Für den Dialog zwischen Mensch und Museum hatten sich vier Ausstellungsorte sowie sechs Galerien und Ateliers alle Mühe gegegeben. Doch die Museumsnacht am Samstag erwies sich nicht als Publikumsmagnet. Gegen 22 Uhr, zwei Stunden vor Schluss, hatte das Von der Heydt-Museum etwa 230 Karten verkauft - ein Drittel dessen, was im Vorjahr erreicht worden war.

Dabei war ein buntes Rahmenprogramme erdacht und mit der Biedermeier-Ausstellung eine informative Schau zusammengestellt worden. Allein die Krähwinkel-Karikaturen im Historischen Zentrum hätten Beachtung verdient, ebenso im Von der Heydt-Museum die Porträts Wuppertaler Bürger, gemalt von Meistern der Düsseldorfer Schule.

Allen Interessierten können die Ausstellung, an der auch CityKirche Elberfeld und Völkerkundemuseum der Archiv- und Museumsstiftung der VEM beteiligt sind, noch bis Ende Januar sehen.

Derweil fragt es sich, warum die Besucherbilanz schlechter ausfiel als 2008. Monika Heigermoser, Leiterin des Kulturbüros, räumt ein, dass "man darüber nachdenken muss, ob im kommenden Jahr Museumsnacht und Woga wieder auf einen Termin gelegt werden sollten". In der Tat scheint die Woga, traditionell im Oktober ausgetragen, mehr Anziehungskraft zu besitzen, muss sich also eher die Museumsnacht an ihr orientieren. Das war in diesem Jahr nicht geschehen, um die Biedermeier-Schau vor die Monet-Ausstellung legen zu können. Leider fehlte dabei auch eine plausible Klammer zu den Galerien (Epikur, Janzen, HBT, Barczat, BKG, Fabrik Elba). gör

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