Die Wuppertaler Schauspielerin ist im TV und im Kino zu sehen – aber auch live auf der Bühne.

Lilay Huser ist auf vielen Feldern aktiv. Ab dem 26. März ist sie in der Vorabend-Serie „Monaco 110“ zu sehen, die das Erste ausstrahlt. Das Format erzählt vom Mit- und Gegeneinander der Kollegen einer Polizeiwache in München.
Lilay Huser ist auf vielen Feldern aktiv. Ab dem 26. März ist sie in der Vorabend-Serie „Monaco 110“ zu sehen, die das Erste ausstrahlt. Das Format erzählt vom Mit- und Gegeneinander der Kollegen einer Polizeiwache in München.

Lilay Huser ist auf vielen Feldern aktiv. Ab dem 26. März ist sie in der Vorabend-Serie „Monaco 110“ zu sehen, die das Erste ausstrahlt. Das Format erzählt vom Mit- und Gegeneinander der Kollegen einer Polizeiwache in München.

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Lilay Huser ist auf vielen Feldern aktiv. Ab dem 26. März ist sie in der Vorabend-Serie „Monaco 110“ zu sehen, die das Erste ausstrahlt. Das Format erzählt vom Mit- und Gegeneinander der Kollegen einer Polizeiwache in München.

Wuppertal. Böse Schwiegermütter und nette Mütter sind die Stammrollen von Lilay Huser. Gleich in drei Filmen ist die Wuppertaler Schauspielerin in den kommenden Monaten im Kino und im Fernsehen zu sehen. „Ich finde es gut, dass jetzt auch andere Geschichten erzählt werden, in denen türkische Frauen nicht nur als Putzfrau auftreten“, sagt die erfahrene Darstellerin.

Am liebsten würde die Wuppertalerin einmal eine Kommissarin spielen. Doch in der neuen Krimi-Serie „Monaco 110“ ab dem 26. März ist sie als Schwiegermutter besetzt, in „Aktenzeichen XY“ im April als Nachbarin und in der Komödie „300 Worte Deutsch“ als Mutter. Wobei die Komödie die bekannten Klischees überspitzt: Eine türkisch-stämmige Germanistikstudentin soll jungen Bräuten aus der Türkei Deutsch beibringen, damit diese den vorgeschriebenen Deutschtest für die Aufenthaltsgenehmigung schaffen.

„Es macht Spaß, die Entwicklung der Jugendlichen zu beobachten.“

Lilay Huser über ihr Jugendprojekt

Für Lilay Huser ist jede Film-Verpflichtung ein Balance-Akt zwischen den Drehtagen und ihren Terminen in Wuppertal. „Ich habe ein Jahr lang versucht, zu Hause zu sitzen und auf Filmaufträge zu warten – das bringt nichts“, sagt sie und lacht allen Stress beiseite. So schaffte sie es zwischen Oktober und Jahresende, drei Kinofilme (darunter „King Ping“) und einen „Tatort“ zu drehen.

Jetzt kehrt erst einmal etwas Ruhe ein – relativ gesehen. Denn am 1. Februar steht die Premiere von „Bliny und Eiserkuchen 2“ im Caritas-Begegnungszentrum an. Das Projekt des türkisch-deutschen Wupper-Theaters liegt Lilay Huser sehr am Herzen.

Jugendliche aus Wuppertal, Solingen und Waldbröl haben zusammen unter Anleitung von Schauspiel-Pädagoginnen geprobt und mit Regisseur Galyna Dudko die Geschichte geschaffen: Die türkische Familie von Mutlu ist nun zu Gast bei der russisch-ukrainischen Familie ihres Verlobten Viktor. Es wird getanzt, gefeiert und gelacht. „Es macht Spaß, diese Entwicklung der Jugendlichen zu beobachten“, freut sich Huser. Manche Teilnehmer seien schon seit sieben oder acht Jahren bei dem Theaterprojekt dabei, das von Barbara Krott organisiert wird.

Von der Schauspielerin zur Managerin

Am 20. und 21. Februar, jeweils 19.30 Uhr, zeigen die Trockenblumen im Live Club Barmen am Geschwister-Scholl-Platz das Programm „Mitgift und Galle“.
 

„Bliny und Eiserkuchen 2“ hat am Samstag, 1. Februar, um 18 Uhr Premiere im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas, Hünefeldstraße 54a.
 

Dieses Jahr führt das Wupper-Theater auch wieder das Mitspielstück „Der Wolf, die Lämmer und die Geißlein“ auf, das vor 25 Jahren zur Gründung der Gruppe lange auf dem Spielplan stand. „Da lernen die Kinder spielerisch: Wenn man zusammen kämpft, schafft man das“, erklärt Huser. Die eine Hälfte der Gruppe spielt das Märchen auf Deutsch, die andere auf Türkisch. Nur der Wolf versteht beide Sprachen.

Neben dem Schauspielen betätigt sich Lilay Huser immer häufiger als Managerin. So gelang es ihr, die Zwei-Frauen-Komödie „Mitgift und Galle“ ihres Duos „Trockenblumen“ mit Marcia Golgowsky bis nach Hamburg, Koblenz und Emsdetten zu verkaufen. „Das ist sehr aufwendig und zeitraubend. Man muss sehr viel telefonieren“, stöhnt die 56-Jährige. Doch der Erfolg gibt ihr Recht: „Unsere bundesweite Tournee vergangenes Jahr war ein großer Erfolg. Wir hatten volle Häuser und gute Kritiken“, freut sie sich.

Denn das Duo von Einwanderinnen der ersten Generation, die ihre Sicht auf türkische Gewohnheiten und Deutschland witzig auf die Bühne bringen, ist einmalig. Schon jetzt stehen 20 Termine für 2014 fest, weitere werden bestimmt noch folgen.

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