Markus Spindler betreibt ab Februar die Kantine im Opernhaus.

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Bühnen-Chef Enno Schaarwächter, Markus Spindler, und Dorothee Hofer (Bühnen, v.l.).

Bühnen-Chef Enno Schaarwächter, Markus Spindler, und Dorothee Hofer (Bühnen, v.l.).

Andreas Fischer

Bühnen-Chef Enno Schaarwächter, Markus Spindler, und Dorothee Hofer (Bühnen, v.l.).

Wuppertal. Die Kantine ist das Herz eines Opernhauses. „Das ist eine Begegnungsstätte für alle, die hier arbeiten“, sagt Udo Mertens, Flötist des Wuppertaler Sinfonieorchesters. „Nach Stücken wie Salome oder Parsifal braucht man hinterher Zeit, um das wieder aus dem Kopf zu kriegen.“ Deshalb sitzt er gerne nach Vorstellungen mit Kollegen in der Kantine zusammen. Im Moment jedoch ist das nicht möglich: Seit Jahresbeginn hat die Kantine im Opernhaus geschlossen. Der bisherige Betreiber – die Culinaria – will sich mehr auf das Kerngeschäft in der Brasserie und im Rossini konzentrieren. Doch schon ab Anfang Februar übernimmt Markus Spindler die Opernkantine. Als Gastronom der Börse bringt er reichlich Erfahrung mit. „Als wir vier Wochen lang im Fuchspark spielten, war er dort der Gastronom. Das hat er Klasse gemacht“, sagt Bühnen-Geschäftsführer Enno Schaarwächter. Auch im Foyer des Schauspielhauses betrieb Spindler die Theke. Im Opernhaus erwartet ihn eine Herausforderung: Die ersten Techniker und Bühnenhelfer haben morgens um 10 Uhr schon Hunger, während die Künstler spätabends nach den Vorstellungen eine Stärkung benötigen. Manche Sänger bevorzugen vegetarische oder gar vegane Küche, Tänzer suchen zwischen dem Training Kleinigkeiten. Und das sieben Tage die Woche.

„Letztendlich gibt es das, was angenommen wird.“ Markus Spindler, neuer Betreiber der Opernkantine „Für mich ist das eine gute Symbiose, so kann ich meine Küche besser ausnutzen“, sagt Spindler. Er will zwischen 12 und 14 Uhr jeden Tag ein Fleischgericht und eine vegetarische Speise anbieten. „Das kann von deftig bis leicht gehen und sich kulinarisch in verschiedenen Regionen der Welt bewegen.“ Jederzeit gibt es Snacks wie abgepackte Salate, Kuchen, belegte Brote oder Milchreis. Eintöpfe werden rund um die Uhr verkauft – eingeschweißt und tiefgefroren können sie auch unerwartete Bedarfsspitzen decken. Am Anfang probiert Spindler erst einmal aus, was Künstler und Bühnenarbeiter gerne essen. „Letztendlich gibt es das, was angenommen wird.“ Die Preise sollen stabil bleiben. Derzeit sucht er neues Personal, das dann sowohl in der Börse als auch im Opernhaus arbeitet. Schnelles Arbeiten in Konzertpausen sind die Mitarbeiter von Spindler jedenfalls gewöhnt.

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