Der Knabenchor plant eine Konzertreise in die USA und arbeitet bei einer Oper mit den Bühnen zusammen.

Der Probenraum der Knaben der Wuppertaler Kurrende strahlt nach Teil eins des Umbaus mehr Freundlichkeit aus.
Der Probenraum der Knaben der Wuppertaler Kurrende strahlt nach Teil eins des Umbaus mehr Freundlichkeit aus.

Der Probenraum der Knaben der Wuppertaler Kurrende strahlt nach Teil eins des Umbaus mehr Freundlichkeit aus.

Gerhard Bartsch

Der Probenraum der Knaben der Wuppertaler Kurrende strahlt nach Teil eins des Umbaus mehr Freundlichkeit aus.

Der Probenraum strahlt nach dem ersten Teil des Umbaus helle Freundlichkeit aus. Aus den Nachwuchschören strömen starke Stimmen in den Konzertchor. Die Wuppertaler Kurrende geht gut gewappnet ins neue Jahr, das viele spannende Höhepunkte bereithält. Aufregendster Teil für die Kinder ist sicherlich die geplante Konzertreise in die USA. "Wir können allerdings nur fahren, wenn wir gefördert werden", bremst Chorleiter Martin Lehmann zu große Vorfreude. Öffentliche Gelder sind beantragt, Sponsoren angefragt, doch die Finanzierung steht noch nicht.

Konzerte in New York und Boston sollen weiteren Schub bringen

Drei Wochen lang soll der Konzertchor im zweiten Teil der Sommerferien nach New York, Philadelphia, Washington D.C. und Boston fahren, in Gastfamilien wohnen und zehn bis zwölf Konzerte absolvieren. "So etwas bringt den Chor unheimlich nach vorne", schwärmt Lehmann. Zudem werde der Austausch mit anderen Kulturen und befreundeten Chören gestärkt. Zurück in Wuppertal präsentiert die Kurrende das Tournee-Programm dann am 26. September in der Stadthalle.

Eine besondere Herausforderung ist auch die Zusammenarbeit mit den Wuppertaler Bühnen: Am 13.März hat die Oper "Griechische Passion" von Bohuslav Martinu Premiere. Die Kurrende übernimmt die Rolle der vertriebenen, armen Dorfbewohner. "Zeitlich war das nach Weihnachten sehr knapp - aber es hat super geklappt", lobt Lehmann seine Sänger.

70 Knaben und Männer proben für die Oper "Griechische Passion"

Nachdem er Preise für das Auswendig-Lernen des Textes ausgelobt hatte, kamen die Knaben hervorragend vorbereitet in die Proben. Jetzt üben sie, anfangs einmal pro Woche, am Ende häufiger, nicht nur gut zu singen, sondern gleichzeitig auch zu laufen und zu schauspielern. Damit das Ganze für die einzelnen Sänger nicht zu stressig wird, proben 70Knaben und Männer das Stück, wovon auf der Bühne jeweils nur 50 gebraucht werden.

Gleichzeitig arbeitet die Kurrende noch an zwei anderen Konzerten: Wer nicht bei der Oper mitwirkt, singt dafür in Remscheid die Choräle von Bachs Matthäus-Passion (20. und 21.März).

Die Kurrende fängt mit musikalischer Früherziehung an. Danach können sich die Knaben von den Spatzen über die Singschule und Chorschule zum Konzertchor hocharbeiten, nach dem Stimmbruch kommen der Jung-Männerchor und der Männerchor. Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Am Sonntag, 28.Februar, geben der Konzertchor und das Vokalensemble Bel Canto um 12 Uhr ein Benefizkonzert in der Stadthalle. Karten gibt es unter Telefon 313544.

Bereits am Sonntag, 28. Februar, gestaltet die Kurrende in der Stadthalle ein Benefizkonzert zugunsten der Multiple-Sklerose-Gesellschaft (siehe Kasten). Mit Bel Canto, dem Männer-Vocalensemble der Kurrende, und dem Schauspieler Thomas Braus wird ein buntes Programm mit geistlicher und weltlicher Chormusik bis hin zu Werken der Comedian Harmonists geboten.

Am 29. Mai besucht der niederländische Kampen Boys Choir die Kurrende und gleichzeitig wird der Probensaal offiziell eingeweiht, der bis dahin eine neue Decke samt Beleuchtung und Lüftungsanlage erhalten soll.

Die von der Kurrende betreuten Chorklassen des Gymnasiums Bayreuther Straße führen am 25. Juni mit der Chorschule Hans Krásas "Brundibár" auf. Im November singt die Kurrende mit dem Wuppertaler Sinfonieorchester das Requiem von Fauré, bevor das Jahr mit den Quempas-Konzerten ausklingt. Zusätzlich treten die Chöre noch 14 Mal in Gottesdiensten auf. "Und wir bieten wieder Fußball-Training an", sagt Vereinsvorsitzender Olaf Rosier. Man sehe sich nicht nur als musikalische Ausbildungsstätte, sondern wolle umfassenden Lebensinhalt bieten.

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